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Schlemmende Wanderer bringen Hüttenwirte in Zwickmühle | BR24

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Die Pächter der Hütten des Deutschen Alpenvereins stecken in der Zwickmühle: Einerseits wollen sie den Wunsch der Wanderer nach einer attraktiven Speisekarte erfüllen, andererseits stoßen sie beim Entsorgen von Müll und Speiseresten an ihre Grenzen.

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Schlemmende Wanderer bringen Hüttenwirte in Zwickmühle

Die Pächter der Hütten des Deutschen Alpenvereins stecken in der Zwickmühle: Einerseits wollen sie den Wunsch der Wanderer nach einer attraktiven Speisekarte erfüllen, andererseits stoßen sie beim Entsorgen von Müll und Speiseresten an ihre Grenzen.

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Der Deutsche Alpenverein setzt seit diesem Jahr verstärkt auf effizienteres Lebensmittelmanagement für seine 321 Berghütten. Dazu bietet der DAV vermehrt Pächterschulungen an.

Hütten in Konkurrenz zu klassischen Ausflugslokalen

Hintergrund ist die gesteigerte Erwartungshaltung der Gäste. Eigentlich sind die Hütten des DAV aus Tradition Schutzhütten. Je leichter die Hütten zu erreichen sind, umso größer ist die Konkurrenz zu klassischen Ausflugslokalen – und die Hüttenwirte müssen die Speisekarte umso reichhaltiger gestalten.

Verein "United Against Waste" berät Hüttenwirte

Damit nicht zu viel weggeworfen wird, setzt der DAV in Schulungen auf Konzepte von externen Beratern des Vereins "United Against Waste". Diese setzen schon beim Einkauf an, sagt DAV-Sprecher Thomas Bucher im BR-Interview: "Die Lebensmittel sollten einerseits haltbar sein, andererseits aus der Region kommen – vielleicht auch biologisch sein, vielleicht von den Almbauern um die Ecke."

Eine wichtige Frage sei: Passen die Speisen zu den Gästen, die demnächst kommen werden? Da helfe ein gutes Reservierungsmanagement, um besser planen zu können, so Bucher.

Reste kommen auf die Speisekarte von morgen

Damit Lebensmittel nicht weggeworfen werden müssen, setzen viele Hüttenwirte aufs Einwecken. Oder sie verarbeiten die Lebensmittel so, dass diese lange haltbar sind. "Das geht bis hin zur Speisekarte, die an einem Tag anders aussieht als am nächsten, weil man Sachen, die übrig sind, am nächsten Tag verkochen muss."

Appell an die Hüttengäste

Um Müllberge zu vermeiden, appelliert der DAV-Sprecher besonders an die Hüttengäste. Seine Bitte: nur das bestellen, was auch gegessen wird.