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Schlauchboot, Stand-Up-Paddle, Kanu: Was ist erlaubt? | BR24

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Wassersport in Niederbayern: Was ist auf Isar und Donau erlaubt und wie gefährlich sind die Flüsse für Hobbysportler?

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Schlauchboot, Stand-Up-Paddle, Kanu: Was ist erlaubt?

Die Sonne lockt die Menschen nach draußen. Nachdem in München über 30 Schlauchbootfahrer auf der Isar gerettet werden mussten gilt dort nun ein Verbot. Doch was ist auf dem niederbayerischen Abschnitt des Flusses erlaubt und was auf der Donau?

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Die Stadt München hat das Befahren der Isar bis auf Weiteres verboten. Grund dafür waren 32 Schlauchbootfahrer, die am Wochenende von der Wasserwacht in München gerettet werden mussten - nachdem sie gekentert waren. Auch flussabwärts auf der niederbayerischen Isar ist das Schlauchbootfahren größtenteils nicht erlaubt. Anders sieht es auf der Donau aus.

Isar ist teilweise Naturschutzgebiet

Der Grund dafür laut Wasserschutzpolizei und Wasserwacht: Die meiste Strecke entlang der Isar ist ein Naturschutzgebiet, wie beispielsweise im niederbayerischen Plattling im Kreis Deggendorf. Schlauch- und Motorboote oder Stand-Up-Paddler würden die Tiere, die hier leben, stören.

Kajak- oder Kanufahren ist jedoch kein Problem. Für Kajak-Sportler wurde in Plattling beispielsweise extra eine künstliche Welle angelegt. Hier wurden schon Deutsche Meisterschaften oder Europameisterschaften ausgetragen.

Fluss nicht unterschätzen

Die wilde Isar darf aber nicht unterschätzt werden: Besonders gefährlich können laut Wasserwacht die Strudel werden, die man nicht sehen kann. Sie ziehen einen nach unten und können lebensgefährlich sein. Eine andere Gefahr in der Isar sind auch Walzen, Wehre oder Stauwerke, von denen es einige entlang des Flusses gibt.

Donau ist "sportlerfreundlicher"

Anders sieht es auf der Donau aus: Schlauchboot, Motorboot, Jetskis, Stand-Up-Paddle - all das ist erlaubt und wird auch genutzt. Wasserwacht und Wasserschutzpolizei beobachten einen Trend: Immer mehr Wassersportler wie beispielsweise Stand-Up-Paddler sind zum Beispiel auf der Donau in Deggendorf unterwegs. Aber auch hier gilt, dass die Wassersportler vorsichtig sein sollten. Auf der Donau sind vor allem große Fracht- und Passagierschiffe unterwegs – in deren Fahrrinne man nicht gelangen sollte. Auch die Wellen, die von den großen Schiffen ausgehen,dürfen nicht unterschätzt werden.

Kaum Unfälle auf der Donau

Unfälle gab es laut Wasserschutzpolizei und Wasserwacht auf der Donau mit Wassersportlern wenige. Aber vor kurzem mussten zwei Stand-Up-Paddlerinnen, die von der starken Strömung abgetrieben worden waren, von der Deggendorfer Wasserschutzpolizei gerettet werden. Vor drei Jahren bauten Männer ein Floß, das nicht funktionierte – die Wasserwacht musste ausrücken.

Schwimmweste tragen und Wasserstand im Blick behalten

Deswegen raten Wasserschutzpolizei und Wasserwacht möglichst immer Schwimmwesten zu tragen, diese können Leben retten und Rettungseinsätze verhindern. Auch sollte der Wasserstand beachtet werden. Bei Hochwasser wird es gefährlicher, weil sich die Strömungsverhältnisse ändern. Und man sollte immer im Hinterkopf behalten: Wenn man gerettet werden muss, geraten auch die Retter selbst, in solchen Situationen in Lebensgefahr.

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