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Eine Python (Python bivittatus)

Das Verwaltungsgericht München hat heute nicht grundsätzlich entschieden, ob lebende Mäuse nun an Schlangen verfüttert werden dürfen oder nicht. Eine Frau, die vier Königspythons in einem Terrarium hält, hatte gegen eine Anordnung der Stadt München geklagt. Danach hätte sie ihren vier schlangen keine lebenden Mäuse mehr zum Fressen geben dürfen.


Vor Gericht einigten sich die Vertreter der Stadt, die einen Experten von der Reptilien-Auffangstation hinzugezogen hatten, und die Klägerin darauf, dass die Münchnerin weiterhin versucht, ihren Schlangen tote Mäuse zu geben.

Bevor die Schlangen verhungern, sollen sie lebende Mäuse bekommen

Nur wenn diese sich standhaft weigern, darf sie auf lebende Tiere zurückgreifen. Diese dürfen auch nicht länger als zwei Wochen in der Wohnung der Frau gehalten werden. Allerdings wird ein Experte der Frau in den kommenden Monaten über die Schulter schauen und ihr beibringen, wie man tiefgefrorene Mäuse geschmackvoll für die Pythons zubereitet.

Er wird dann der Stadt bis Ende des Jahres ein Gutachten vorlegen, ob es tatsächlich nicht gelungen ist, den Tieren der Frau tote Mäuse schmackhaft zu machen. Im Verfahren entbrannte eine langwierige Debatte über die Haltung und die Fütterung von Pythons.