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Schlammlawine in Landsberg: Stadtrat berät über Konsequenzen | BR24

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Der Landsberger Stadtrat hat am Mittwochabend über Maßnahmen nach dem verheerenden Starkregen diskutiert. Das Wasser hatte vor zweieinhalb Wochen Erde aus den Feldern geschwemmt. Der Schlamm drückte in zahlreiche Keller.

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Schlammlawine in Landsberg: Stadtrat berät über Konsequenzen

Nach dem verheerenden Starkregen in Landsberg am Lech Mitte Juni hat der Stadtrat nun über Hilfsmaßnahmen diskutiert. Das Wasser hatte Erde aus den Feldern geschwemmt. Eine Schlammlawine wälzte sich durch mehrere Straßen.

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Knapp zweieinhalb Wochen ist es her, dass der Starkregen in Landsberg am Lech eine Schlammlawine ausgelöst hat, die sich regelrecht durch die Stadt wälzte. Die Schäden sind immer noch zu sehen. Im Keller von Gabriele Moser laufen weiterhin die Trockengeräte. Der Schlamm stand hier über einen Meter hoch. Gemälde, Waschmaschine oder Beatles-Platten, alles wanderte in den Sperrmüll. Schaden: geschätzte 30.000 Euro.

Stadtrat will über Fond beraten

So etwas darf nie wieder passieren, da ist sich Moser mit ihren Nachbaren einig. Bei vielen belaufen sich die Schäden durch den Schlamm ebenfalls auf 20.000 bis 30.000 Euro. Von der Sitzung des Landberger Stadtrats gestern Abend erhofften sich die Anwohner deshalb Lösungen. Die Fraktion "Unabhängige Bürger" forderte die Einrichtung eines Fonds, der Menschen ohne Versicherung oder mit akuten Problemen unterstützen soll. Der Stadtrat will darüber im Rahmen der nächsten Haushaltsberatungen diskutieren. Als Sofortmaßnahme können Anlieger nach voriger Ankündigung beim Bauhof Säcke mit Sand auffüllen lassen.

Problem Ackerbau und Lösungsansätze

Norbert Köhler, der Leiter der Stadtwerke sagte, die Kanäle könnten zwar viel Regen, aber keine Schlammmassen aufnehmen. Er forderte eine andere Bewirtschaftung der angrenzenden Felder. Dort werden derzeit verstärkt Kartoffeln angebaut, wodurch die Erde leicht ausgeschwemmt wird. Die Fraktion "Landsberger Mitte" plädierte für einen Energiewald mit Pappeln. Dieser könne im Vergleich zum herkömmlichen Ackerbau das sechsfache an Wasser speichern. Mit den betroffenen Bauern solle deshalb das Gespräch über eine mögliche Umnutzung gesucht werden.