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Schlagstöcke und Reizgas gegen linke Demonstranten in Nürnberg | BR24

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Bei einer Demonstration mit rund 150 Teilnehmern ist es in Nürnberg zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die Einsatzkräfte setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein – die Demonstranten kamen den Beamten zufolge aus der linken Szene.

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Schlagstöcke und Reizgas gegen linke Demonstranten in Nürnberg

Bei einer Demonstration mit rund 150 Teilnehmern ist es in Nürnberg zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die Einsatzkräfte setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein – die Demonstranten kamen den Beamten zufolge aus der linken Szene.

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Großer Polizeieinsatz am Abend in Nürnberg: Grund war eine spontane Versammlung von mehr als 150 Menschen aus dem linken Spektrum. Laut Polizei waren sie wegen eines Prozesses am Nürnberger Amtsgericht auf die Straße gegangen. Mit dem Ausgang des Prozesses waren die Demonstranten offenbar nicht einverstanden, so die Beamten.

Pyrotechnik und Marsch durch Gostenhof

Weil die Versammlung nicht angemeldet war, rückte die Polizei mit mehreren Streifenwagen aus. Nach einem Gespräch wurde die Demonstration zunächst aufgelöst und die Teilnehmer verließen den Jamnitzer Platz. Kurze Zeit später allerdings versammelten sich die rund 150 Menschen erneut und zogen in einem Marsch durch den Stadtteil Gostenhof, berichtet die Polizei. Einzelne Personen brannten den Beamten zufolge dabei auch Pyrotechnik ab.

Pfefferspray und Einsatzstöcke

Die Polizei rückte in der Folge unter anderem mit Kräften des Unterstützungskommandos und Beamten der Bereitschaftspolizei an. Diesen gelang es demnach nur mit Hilfe von Reizgas und Schlagstöcken zu verhindern, dass der Demonstrationszug auf die vielbefahrene Fürther Straße gelangte. Laut Polizei wurde dabei allerdings niemand verletzt. Bis etwa 21.00 Uhr kam es im Bereich Gostenhof zu kurzen Verkehrsbehinderungen.

Hintergrund der Demo: Zwei Verurteilungen

Hintergrund der Demonstration waren zwei Schuldsprüche am Nürnberger Amtsgericht: Das Gericht hatte gestern zwei Männer zu 15 beziehungsweise 18 Monaten Haft verurteilt – und zwar ohne Bewährung, sagte Nürnbergs Gerichtssprecher Friedrich Weitner dem Bayerischen Rundfunk. Die beiden Männer müssen also ins Gefängnis. In dem Prozess ging es demnach um eine Auseinandersetzung am Jamnitzer Platz vor gut einem Jahr. Die beiden Angeklagten sollen dort nach einer Kontrolle Polizisten bedroht haben. Die Urteile wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in besonders schwerem Fall sowie in einem Fall zusätzlich wegen Beamtenbeleidigung sind noch nicht rechtskräftig, so Weitner.

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Die Polizei wird immer wieder zum Jamnitzer Platz im Nürnberger Stadtteil Gostenhof gerufen, so auch am Dienstagabend (07.10.20). Einen Kriminalitätsschwerpunkt sehen die Beamten dort aber nicht.

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