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Bei einer großen Durchsuchungsaktion am 25. März wurden laut Polizei 12,4 Kilogramm Marihuana und mehrere Hundert Gramm Amphetamine gefunden.

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"Schlag gegen Drogenkriminalität": Verdächtige festgenommen

Nachdem die Polizei mehrere Monate verdeckt ermittelt hatte, ist ihnen nun nach eigenen Angaben ein "weiterer bedeutender Schlag" gegen die Rauschgiftkriminalität in der Oberpfalz gelungen. Gegen insgesamt 34 Personen laufen Ermittlungsverfahren.

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Von
  • Meike Föckersperger
  • Sebastian Grosser

Der Oberpfälzer Polizei ist nach eigenen Angaben erneut ein bedeutender Schlag gegen die Rauschgiftkriminalität in Regensburg und der Region gelungen. Demnach haben Drogenfahnder nach monatelangen Ermittlungen sechs Tatverdächtige festgenommen. Seit September sind die Ermittler einer Händlerbande im Raum Regensburg auf der Spur. Mit Hilfe von Telefonüberwachung und Observationen wurde im Vorfeld ermittelt. 34 Personen werden derzeit verdächtigt.

Große Razzia im März

Bei einer großen Durchsuchungsaktion am 25. März 2021 wurden laut den Beamten 12,4 Kilogramm Marihuana und mehrere Hundert Gramm Amphetamine gefunden. Zudem wurden den Angaben zufolge auch geringere Mengen an Haschisch, Kokain sowie Ecstasy-Tabletten beschlagnahmt.

23 Gebäude wurden zeitgleich untersucht. Zwei SEK-Einheiten waren im Einsatz. Im Rahmen der Aktion wurden fünf Tatverdächtige festgenommen. Ein weiterer Tatverdächtiger, bei dem im Vorfeld der Durchsuchung elf Kilogramm Marihuana beschlagnahmt wurden, sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft.

Elektroschocker in Wohnung gefunden

Bei den Wohnungsdurchsuchungen habe man außerdem etwa 80.000 Euro Bargeld und gefährliche Gegenstände gefunden, hieß es. Darunter seien Schreckschusswaffen, ein Elektroschocker und Datenträger gewesen. Aktuell werden die Datenträger ausgewertet und beteiligte Personen vernommen.

Oberpfälzer Drogenhotspot Regensburg

Rund 1/3 der Rauschgiftdelikte finden in Regensburg statt, 2020 waren es rund 1.117 Fälle, in den die Polizei aktiv wurde. In der gesamten Oberpfalz waren es etwa 4.500 registrierte Drogendelikte.

Als Umschlagsplatz gilt in Regensburg die Straße. Ein genauer Ort lässt sich laut Polizei nicht so dingfest machen, auch wenn der Hauptbahnhof immer wieder im Fokus steht. Die Straße auch deswegen, weil durch Corona viele Discos oder Festivals nicht stattfinden, und somit sonst nicht viel los ist.

Die Zahl der Drogentoten hat 2020 bundesweit wieder zugenommen. Auch in der Oberpfalz ist sie laut Polizei konstant hoch: 32 Drogentote waren es 2020, 14 davon in Regensburg. 

Großteil der Drogen aus dem Inland

Ein Großteil der Drogen stammt aus dem Inland. Aber nicht ausschließlich, wie Harald Wiesenberger, Leiter der Kriminalpolizei Regensburg erläutert. "Unabhängig davon wissen wir, dass unsere Täter über dem Postweg – aus Spanien, England, USA – ebenfalls Betäubungsmittel bezogen haben.", Harald Wiesenberger Leiter der Kriminalpolizei Regensburg.

© Polizeipräsidium Oberpfalz

SEK bei der Droggenrazzia

© Bayerische Bereitschaftspolizei

Rauschgift im Auto

© Polizeipräsidium Unterfranken

Sichergestelltes Rauschgift

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