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Schlägereien unter Fußballfans - Polizei setzt Schlagstock ein | BR24

© picture alliance / Silas Stein/dpa

Ein Polizist mit einem Schlagstock - Symbolbild

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    Schlägereien unter Fußballfans - Polizei setzt Schlagstock ein

    Fans des TSV 1860 München und des SV Waldhof Mannheim haben sich am Samstag rund um das 3. Liga-Spiel Schlägereien geliefert: auf einem Autobahnparkplatz bei Eurasburg (Lkr. Aichach-Friedberg), später im Münchner Stadtteil Giesing.

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    Zur ersten Schlägerei kam es bei der Anreise zu der Fußball-Partie zwischen dem TSV 1860 München und dem SV Waldhof Mannheim am Samstag. Kurz vor 12.00 Uhr machte je ein Fan-Bus auf einem Parkplatz an der A8 zwischen den Anschlussstellen Adelzhausen und Odelzhausen Halt. Im Bereich der Toiletten gerieten Anhänger der beiden Vereine körperlich aneinander. Fünf 60er-Fans wurden leicht verletzt, eine Person kam zur Behandlung einer Kopfplatzwunde ins Krankenhaus .

    Polizei stoppt Fan-Bus kurz vor München

    Als die Polizei am Tatort eintraf, hatte der Bus aus Mannheim seine Fahrt bereits fortgesetzt. Kurz vor München stoppten Beamte den Bus und kontrollierten alle Insassen. Erst gegen 14.00 Uhr und damit eine halbe Stunde nach Anpfiff durften die Fans weiterfahren. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

    Polizei setzt Pfefferspray und Schlagstöcke ein

    Bei der zweiten Auseinandersetzung in München-Giesing mussten Einsatzkräfte der Polizei mit Pfefferspray und Schlagstöcken die verfeindeten Gruppen trennen. Auch unbeteiligte Personen wurden verletzt.

    Fans prügeln sich am U-Bahnsteig

    Am U-Bahnhof Kolumbusplatz war kurz vor 17.00 Uhr eine U-Bahn eingefahren, die mit heimischen Fans und unbeteiligten Fahrgästen voll besetzt war. Am Bahnsteig standen rund fünfzig Mannheim-Anhänger. Als sich die U-Bahntüren öffneten, attackierten diese die 60er Fans. Dabei wurden laut Polizei auch Flaschen geworfen.

    Auch Unbeteiligte durch Pfefferspray verletzt

    Man habe Straftaten unterbinden und unbeteiligte Passanten schützen wollen, rechtfertigt die Polizei das gewaltsame Vorgehen. Durch das Einschreiten wurden auch Unbeteiligte durch die Ausbreitung des Pfeffersprays verletzt, um wie viele Personen es sich dabei handelt, ist noch unklar.

    Polizei wertet U-Bahn-Überwachungskameras aus

    Auf Seiten der Einsatzkräfte gab es nach jetzigem Kenntnisstand keine Verletzten. Die Polizeibeamten stellten von drei Dutzend Personen die Identität fest. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen, dazu wird das vorhandene Videomaterial aus den U-Bahn-Überwachungskameras ausgewertet.

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