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Angehörige von Gefallenen besuchen Gedenkstein bei Stalingrad | BR24

© Ulf Mauder/dpa/picture-alliance

Deutscher Soldatenfriedhof Rossoschka bei Wolgograd

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    Angehörige von Gefallenen besuchen Gedenkstein bei Stalingrad

    Dutzende Deutsche sind am Donnerstag nach Rossoschka nahe Wolgograd gefahren, um Angehöriger zu gedenken, die im Zweiten Weltkrieg in Stalingrad gefallen sind. Auch ein Oberpfälzer ist zum Denkmal für seinen vermissten Vater gefahren.

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    Aus allen Teilen Deutschlands sind Angehörige damaliger Soldaten nach Rossoschka gekommen. Der Ort liegt 30 Kilometer vor Wolgograd, dem ehemaligen Stalingrad. Mehr als 700.000 Menschen kamen hier im Zweiten Weltkrieg ums Leben.

    Schicksal bis heute ungeklärt

    "Wir haben Jahre gehofft, dass er aus dem Krieg zurückkehrt", sagt der Oberpfälzer Friedrich Stöbl aus Laaber (Lkr. Regensburg) über seinen Vater. Dessen Schicksal ist bis heute ungeklärt.

    Jetzt liest Stöbl den Namen seines Vaters auf einem steinernen Gedenk-Würfel auf dem Soldatenfriedhof in Rossoschka. Der Name steht neben tausenden anderen der in Stalingrad Vermissten.

    Keine Heldendenkmäler gewollt

    Allein in dem Ort Rossoschka liegen 60.000 Soldaten, die den faschistischen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion mit dem Leben bezahlten.

    Beim Gedenken gehe es nicht um Heldendenkmäler, betont der Leiter des Gräberdienstes beim Volksbund der Deutschen Kriegsgräberfürsorge, Arne Schrader. Die Anlagen seien bewusst sehr schlicht gehalten. Die Friedhöfe hätten auch ihren Sinn als Ort der Versöhnung und Mahnung vor neuen Kriegen, sagt Wolfgang Schneiderhahn, Präsident des Volksbundes.

    Mehr als 700.000 Gefallene

    Die Schlacht von Stalingrad im Winter 1942/43 gehörte zu den blutigsten des Zweiten Weltkrieges mit mehr als 700.000 Toten. Der Sieg der Sowjetarmee über die Wehrmacht wurde zum Wendepunkt des Krieges.