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Schierer-Unglück: Pilot muss mehrere Jahre ins Gefängnis | BR24

© BR/Michael Buchner

Ein Fluglehrer eines Kleinflugzeugs, das 2019 mit einem Helikopter kollidierte, in den der Chamer Unternehmer Max Schierer jun. ums Leben kam, muss ins Gefängnis. Ein italienisches Gericht verurteilte ihn zu sechs Jahren und acht Monaten.

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Schierer-Unglück: Pilot muss mehrere Jahre ins Gefängnis

Ein Fluglehrer eines Kleinflugzeugs, das 2019 mit einem Helikopter kollidierte, in dem der Chamer Unternehmer Max Schierer jun. ums Leben kam, muss ins Gefängnis. Ein italienisches Gericht verurteilte ihn zu sechs Jahren und acht Monaten.

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Der verantwortliche Fluglehrer eines Kleinflugzeugs, das im Januar vergangenen Jahres mit einem Hubschrauber zusammengestoßen war, in dem auch der Chamer Unternehmer Max Schierer jun. saß, ist von einem Gericht in Italien zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Das gab das Chamer Unternehmen in einer Mitteilung bekannt.

Schierer-Gruppe richtet Blick nach vorn

Schierer war bei dem Absturz tödlich verunglückt. Neben einem Passagier des Helikopters hatte nur der angeklagte französische Pilot das Unglück überlebt. Das Gericht verurteilte diesen nun für mehrere Verstöße gegen das italienische Luftfahrt- und Strafrecht zu der langjährigen Freiheitsstrafe.

Wie das Unternehmen mitteilt, habe die Familie Schierer den Prozess verfolgt und sei froh, dass die damit verbundenen Belastungen nun vorüber seien. Man möchte nun nach vorne blicken. Die Geschäftsführung der Max Schierer Gruppe hat die Ehefrau des verunglückten Baustoffhändlers, Martina Schierer, übernommen. Das Unternehmen bleibt somit in Familienhand.

Unfall beim Heliskiing

Der 48-Jährige Max Schierer jun. war im Januar beim Heliskiing in den italienischen Alpen ums Leben gekommen. Der Hubschrauber, der ihn auf die Piste bringen sollte, prallte mit einem Kleinflugzeug zusammen. Schierer hinterließ neben seiner Frau Martina zwei Kinder.

Max Schierer förderte soziale Zwecke, galt als sympathisch und engagiert. Er war unter anderem im Chamer Volksfestverein, sponserte den Sport in der Stadt und unterstützte den Verein "Zweites Leben" für Menschen mit Schädel-Hirn-Verletzungen.

Die Max Schierer Gruppe ist nach eigenen Angaben ein mittelständischer Baustoffspezialist und versteht sich als Dienstleistungszentrum im Neubau- und Renovierungsmarkt. 1898 gegründet ist das Traditionsunternehmen bis heute familiengeführt und hat mittlerweile über 400 Mitarbeiter an zwölf Standorten in Ostbayern und Tschechien.

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