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Schicksal der 149 Migranten auf "Alan Kurdi" weiter offen | BR24

© pa/dpa/Pavel D. Vitko/Sea Eye

Ein Rettungsreifen mit der Aufschrift "Alan Kurdi"

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    Schicksal der 149 Migranten auf "Alan Kurdi" weiter offen

    Was mit den 149 Geretteten auf dem Schiff "Alan Kurdi" passiert, ist weiter unklar. Wie die Regensburger Rettungsorganisation "Sea-Eye" mitteilt, habe sich der Vorschlag Italiens, die Menschen auf ein Quarantäneschiff zu bringen, nicht konkretisiert.

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    Das Schiff "Alan Kurdi" der Regensburger Seenotrettungsorganisation "Sea-Eye" liegt derzeit vor Palermo im Mittelmeer. An Board sind laut Betreiber insgesamt 166 Personen. Der Vorschlag Italiens, die 149 Geretteten mit Hilfe der italienischen Küstenwache und des Roten Kreuzes auf ein Quarantäneschiff zu bringen, habe sich nicht konkretisiert, teilte der Betreiberverein mit.

    Deutschland soll sich um "Alan Kurdi" kümmern

    Laut Bordärztin ist keiner der Passagiere an Covid-19 erkrankt. Trotzdem darf das Schiff nicht in Italien anlegen. Am Ostersonntag wurde die Besatzung von der Italienischen Küstenwache mit Lebensmitteln versorgt. Das Rettungsleitzentrum in Rom habe aber gegenüber der Kapitänin Bärbel Beuse deutlich gemacht, dass Italien lediglich unterstützend tätig werde und alle weiteren Anfragen an den Flaggenstaat Deutschland zu richten seien.

    Häfen wegen Corona geschlossen

    Eine Reaktion Deutschlands stehe aus, heißt es. Es sei offen, wer sich anschließend für die Migranten verantwortlich zeige und welche EU-Staaten sie aufnähmen. Den Vorschlag einer Übernahme auf See hatten Italiens Verkehrsministerin Paola De Micheli und der Leiter des italienischen Zivilschutzes, Angelo Borrelli, am Sonntag ins Spiel gebracht. "Sea-Eye" sprach von einem ersten und nötigen Schritt in die Richtung einer humanitären Lösung angesichts der "Seeblockade". Zuvor hatte Italien ebenso wie Malta wegen der Corona-Pandemie die Häfen für ausländische Schiffe mit Migranten geschlossen.

    Kritik von "Sea-Eye" an EU-Staaten

    In der Corona-Krise gehe es den Staaten offenbar nur um die eigene Sicherheit, warf "Sea-Eye" den Ländern vor. Der Verein erinnerte an die in der Europaflagge symbolisierten Werte Einheit, Solidarität und Harmonie zwischen den Völkern. "Unsere Werte ertrinken zusammen mit den Menschen, genau in diesen Stunden", heißt es in der Mitteilung.

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