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Scherz-Anruf: Angeblicher Gasaustritt mit Verletzten | BR24

© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Robert Michael

Feuerwehreinsatz (Symbolbild)

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    Scherz-Anruf: Angeblicher Gasaustritt mit Verletzten

    Nichts verstanden hat ein Mann, der zum Spaß einen Notruf absetzte – mitten in der Corona-Krise. Er meldete ein Gas-Leck in einem Haus in Traunreut. Mehrere Menschen seien verletzt und bräuchten Hilfe. Das dürfte ihn nun mehrere tausend Euro kosten.

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    Von
    • Christine Haberlander
    • Veronika Beer

    Dieser üble Scherz wird teuer: Bei der Integrierten Rettungsleitstelle Traunstein ist am Montagnachmittag ein Anruf eingegangen, in dem von einem Gasaustritt in einem Mehrfamilienhaus in Traunreut die Rede war. Mehrere Menschen seien verletzt und bräuchten Hilfe.

    Notruf: Besucher des Hauses wollte Scherz machen

    Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten zu einem Großeinsatz aus. Zwei Stunden lang wurde das gesamte Haus abgesucht, ohne verletzte Menschen aufzufinden.

    Wie sich wenig später herausstellte, war der Notruf durch den Besucher eines Hausbewohners abgesetzt worden, der offenbar einen Scherz machen wollte und vor Eintreffen der Einsatzkräfte das Gebäude bereits verlassen hatte.

    Teurer Einsatz mit Notarzt, Hubschraubern und Feuerwehren

    Gegen den 57-Jährigen ermittelt nun die Staatsanwaltschaft wegen Missbrauchs von Notrufen. Ihn erwartet jetzt aber auch eine hohe Rechnung, da zahlreiche Einsatzkräfte zum vermeintlichen Unfallort geeilt waren.

    Genauer gesagt waren das: die Feuerwehren aus Traunreut, Trostberg und Traunwalchen, Vertreter des Kreisfeuerwehrverbands, mehrere Streifenbesatzungen der Polizei Traunreut, Trostberg und der Operativen Ergänzungsdienste, etliche Rettungsfahrzeuge, unter anderem der Einsatzleiter Rettungsdienst, ein leitender Notarzt und mehrere Notarzteinsatzfahrzeuge, sieben Rettungswagen, sieben Krankentransportwagen von den Standorten Traunstein, Garching, Wasserburg, Grassau, Fridolfing und Ruhpolding, vier Rettungshubschrauber von unterschiedlichen Standorten und die Schnelleinsatzgruppen aus Traunstein, Trostberg und Palling.

    Laut einer Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern dürfte den Mann sein Spaßanruf mehrere tausend Euro kosten.

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