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Scheinehen organisiert: Razzia gegen Schleuserbande | BR24

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Ermittler sind in mehreren Bundesländern gegen eine Schleuserbande vorgegangen, die Scheinehen organisiert haben soll. Durchsuchungen und Festnahmen gab es auch in Bayern.

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Scheinehen organisiert: Razzia gegen Schleuserbande

Ermittler sind in mehreren Bundesländern gegen eine Schleuserbande vorgegangen, die Scheinehen organisiert haben soll. Durchsuchungen und Festnahmen gab es auch in Bayern.

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Großrazzia gegen bandenmäßig organisierte Scheinehen: Rund 550 Einsatzkräfte durchsuchten am Morgen Gebäude in Sachsen, Thüringen, Bayern und Rheinland-Pfalz, wie die Bundespolizei mitteilte.

Insgesamt wurden den Angaben zufolge 39 Objekte durchsucht, davon vier in Bayern: eine Wohnung im schwäbischen Günzburg, zwei im oberbayerischen Neufahrn (Lkr. Freising) und eine im niederbayerischen Pfeffenhausen (Lkr. Landshut). Dabei wurden vier Personen vorläufig festgenommen.

Mehr als 60 Beschuldigte

In den anderen betroffenen Bundesländern Sachsen, Thüringen und Rheinland-Pfalz wurden 24 mutmaßliche Mitglieder der Schleuserbande in Gewahrsam genommen.

Insgesamt richten sich die seit 2017 von der Staatsanwaltschaft Leipzig geführten Ermittlungen gegen mehr als 60 Beschuldigte.

Rundumpakete für bis zu 22.000 Euro

Die Ermittler werfen der Bande vor, für indische und pakistanische Staatsangehörige Scheinehen mit fiktiven Ehepartnern aus osteuropäischen EU-Ländern organisiert zu haben, um ihnen die Einreise und den Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen.

Für die Schleusungen verlangte die Bande laut Staatsanwaltschaft zwischen 15.000 und 22.000 Euro. Dafür sollen die Beschuldigten regelrechte Rundumpakete angeboten haben, mit der Begleitung bei Behördengängen, gefälschten Arbeitsverträgen und Vermieterbescheinigungen.