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Scharfe Kritik von Allianz gegen Rechtsextremismus an AfD-Antrag | BR24

© picture alliance/Matthias Balk/dpa

Markus Plenk (AfD), AfD-Fraktionschef im bayerischen Landtag

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    Scharfe Kritik von Allianz gegen Rechtsextremismus an AfD-Antrag

    Die "Allianz gegen Rechtsextremismus" in der Metropolregion Nürnberg hat die AfD-Landtagsfraktion scharf kritisiert. Sie lege die "Axt an die Demokratie" an, wenn sie Zuschüsse für den Bayerischen Jugendring streichen wolle, so die Allianz.

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    Die "Allianz gegen Rechtsextremismus" in der Metropolregion Nürnberg bezieht sich auf einen Antrag der AfD im Landtag, Zuschüsse für den Bayerischen Jugendring (BJR) zu streichen, wenn nicht ein der AfD unliebsamer Jugendverband ausgeschlossen werde, heißt es am Mittwoch in einer Mitteilung.

    Am Dienstag hatten bereits der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und der bayerische Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Matthias Jena, den Vorstoß der AfD kritisiert. Wie ein Pressesprecher des DGB Bayern sagte, handele es sich bei dem Jugendverband, den die AfD in ihrem Antrag explizit erwähnte, um die unabhängige, SPD-nahe Organisation "Sozialistische Jugend Deutschland - die Falken".

    "Der Angriff der AfD auf den BJR ist ein Angriff auf die gesamte bayerische Jugendarbeit. Er macht deutlich, wie wenig diese Partei von einer vielfältigen, selbstständigen und selbstbewussten Interessensvertretung junger Menschen in Bayern hält! Für uns ist klar: An der Selbstverwaltung der bayerischen Jugendarbeit ist nicht zu rütteln." Bertram Höfer, Vorsitzender des Bezirksjugendringes sowie Stellvertreter Christian Löbel

    "Demokratiebildung ist der Jugendarbeit in DNA eingebrannt"

    Die heutige Struktur des Bayerischen Jugendrings sei eine Reaktion auf die Gleichschaltung der Jugendverbände im Nationalsozialismus. " Dass die AfD diese demokratische Selbstverwaltung nun anzugreifen versucht, ist empörend", erklärte der Vorsitzende der Allianz gegen Rechtsextremismus, Stephan Doll.

    Der Bayerische Jugendring (BJR) dankte in einer Stellungnahme für den Protest von evangelischer Kirche und DGB gegen die AfD. "Demokratiebildung ist der Jugendarbeit in die DNA eingebrannt", erklärte BJR-Präsident Matthias Fack.

    Die Themen Demokratiebildung und politische Bildungsarbeit würden sich durch alle Angebote und Projekte bayerischer Jugendarbeit ziehen. Fack dankte auch den Landtagsfraktionen der Freien Wähler, Bündnis 90/Grüne, SPD, FDP und CSU, die sich ebenfalls für die Förderung von Jugendarbeit stark gemacht hätten.