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Um ein Schaf stehen mehrere Beschäftigte von HAWE, einer streichelt das junge Schaf
© BR/Rupert Waldmüller
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Um ein Schaf stehen mehrere Beschäftigte von HAWE, einer streichelt das junge Schaf

Am Freitag (12.4.) hat Produktionsvorstand Wolfgang Sochor auf der Wiese vor dem HAWE-Werk die jungen Schafe an seine Mitarbeiter mit dazugehöriger Patenschaftsurkunde übergeben. 20 Lämmer - 18 schwarze und zwei weiße - sollen jetzt die Grünflächen rund um das HAWE-Werk abgrasen. Auf den 3,5 Hektar wird das Rasenmähen deutlich ökologischer ablaufen als bisher, sagt Haustechnik-Teamleiter Hans Geiger, der die Idee hatte für die Bio-Rasenmäher.

Schafe sind ökologischer und billiger als Gärtner

"Vorher hatten wir hier externe Firmen oder Dienstleister, die hier mit Rasenmähern umeinander gefahren sind. Die brauchen ja auch Benzin, Diesel je nach dem. Und wenn ich so rechne, da sparen wir einige Liter, also mit Sicherheit", sagt Haustechnik-Teamleiter Hans Geiger. Und nicht nur das: Auf Dauer kosten die Schafe auch weniger als ein Gärtnertrupp, der tagelang mähen muss.

Beschäftigte finanzieren die Schafe mit

Markus Schuster bekommt ein kleines, schwarzes Lamm auf den Arm. Er hat mit seinen Kollegen von der Blockfertigung für 170 Euro die Patenschaft übernommen für dieses Schaf.

"Da haben wir alle zusammengelegt und das wird unser Abteilungsschaf 'Blocki'. Die ganze Aktion generell finde ich saustark von unserem Vorstand. Hochtechnologie in der Halle und Allgäu außen." Markus Schuster, Mitarbeiter bei der Blockfertigung bei HAWE

Lehrlinge bauen Stall für die Schafe

Die Azubis von HAWE haben für Blocki und die anderen 19 Bio-Rasenmäher extra einen Stall gebaut: die Werkshallen im Miniformat und - wie es sich für einen Hydraulikkomponentenhersteller gehört - dank Hydraulik ganz einfach versetzbar. Luisa ist stolz auf das Ergebnis: "Es sieht genauso aus wie unsere Hallen vom Werk, ja sieht gut aus."

Schafe sind nur im Sommer auf dem Werksgelände

Das Leben der Lämmer ist bei HAWE allerdings befristet: Weil das Unternehmen keinen großen Stall zum Überwintern hat, werden die Tiere am Ende der Weidesaison geschlachtet und im Frühjahr durch neue ersetzt. Die Paten bekommen für ihre 170 Euro Einsatz dann 16 bis 20 Kilo hochwertiges Bio-Fleisch, verspricht Projektleiter Hans Geiger: "Wir haben hier keinen Dünger, hier kommt nichts drauf, nicht mal Gülle. Und deswegen hat jeder die Ohrmarken-Nummer bekommen, die Liste geht dann auch zum Metzger und dann kriegt jeder das Fleisch von seinem Schaf."

Blocki wird geschlachtet - kein Problem für den Paten

Blocki wird am Ende der Saison also auf dem Grill landen. Blockis Pate Markus Schuster hat damit kein Problem, im Gegenteil: "Wir sind ja hier im Allgäu und da ist sowas auch üblich und wir hoffen, dass es gut zunimmt und dass wir auch was haben davon. Wir werden es jetzt gut hegen und pflegen und dann gebührend feiern."

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