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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Britta Pedersen

In Unterfranken liegt die Inzidenzrate aktuell nur im Landkreis Main-Spessart bei über 200. Mit den neuen bayerischen Corona-Verordnung gelten gerade in solchen Corona-Hotspots schärfere Regeln. Darauf muss sich der Landkreis nun einstellen.

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Schärfere Regeln für Corona-Hotspot Main-Spessart

In Unterfranken liegt die Inzidenzrate aktuell nur im Landkreis Main-Spessart bei über 200. Mit der neuen bayerischen Corona-Verordnung gelten gerade in solchen Corona-Hotspots schärfere Regeln. Darauf muss sich der Landkreis nun einstellen.

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Von
  • Julia Dechet
  • Sylvia Schubart-Arand

Infektionsschutzmaßnahmenverordnung – hinter diesem Mammut-Begriff steckt auch so manche Mammut-Aufgabe. Nachdem der bayerische Landtag strengere Corona-Regeln beschlossen hat, tritt die zehnte Verordnung an diesem Mittwoch in Kraft. Konkret wurde beispielsweise erneut der Katastrophenfall ausgerufen und ein Alkoholkonsumverbot im Freien verhängt. Außerdem gibt es schärfere Maßnahmen für Regionen, die eine Inzidenzrate von 200 überschreiten. In Unterfranken ist das aktuell nur im Landkreis Main-Spessart der Fall.

Erweiterte Ausgangssperre und Ausnahmen

Eine wesentliche Änderung für den Landkreis ist die Erweiterung der Ausgangssperre. Konkret bedeutet das, dass zwischen 21.00 Uhr abends und 05.00 Uhr morgens "der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung untersagt" ist, so heißt es in der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Ausnahmen gibt es aber. Wer zur Arbeit gehen oder auch wegen eines medizinischen Notfalls das Haus verlassen muss, darf das tun. Zudem gilt eine Ausnahme für die Weihnachtsfeiertage: Im Zeitraum vom 24. bis zum 26. Dezember darf auch nach 21.00 Uhr das Haus verlassen werden, um einen Gottesdienst zu besuchen. Sportliche Betätigung, wie etwa joggen, zählt hingegen nicht als triftiger Grund, um das Haus zu verlassen, sagt Main-Spessarts Landrätin Sabine Sitter im BR-Interview.

Distanzunterricht für Schüler ab der achten Klasse

Eine weitere Maßnahme in Städten und Landkreisen mit einer Inzidenzrate von über 200 betrifft die Schulen. Abgesehen von den Abschlussklassen findet für die Schüler ab der achten Jahrgangsstufe laut Verordnung "kein Unterricht in Präsenzform statt". Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt diese Maßnahmen, kritisiert aber, dass sie nur in Corona-Hotspots gelten.

Sabine Sitter sieht ihren Landkreis für den Distanzunterricht gut vorbereitet. Sie sei seit einiger Zeit mit dem Schulamt und den Schulen in Kontakt. Wo nötig seien Geräte wie Laptops zur Verfügung gestellt worden.

Klinikum Main-Spessart stellt planbare Eingriffe ein

Das Klinikum Main-Spessart hat bereits auf die aktuell hohen Infektionszahlen im Landkreis Main-Spessart reagiert. Schon seit zwei Wochen hat das Klinikum das elektive Geschäft, also geplante Eingriffe und Untersuchungen, heruntergefahren. Das wird nun noch einmal verschärft: Bis voraussichtlich 11. Januar will das Klinikum komplett auf geplante Eingriffe und Untersuchungen verzichten, um die Notfallversorgung und den Krankenhausbetrieb weiterhin zu sichern.

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