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Sauna, Einkauf, Sport: Diese Corona-Lockerungen gelten in Bayern | BR24

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Nach der Aufhebung des Katastrophenfalls vergangene Woche greifen seit dem 22. Juni in Bayern neue Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Was gilt, was ändert sich?

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Sauna, Einkauf, Sport: Diese Corona-Lockerungen gelten in Bayern

Nach der Aufhebung des Katastrophenfalls vergangene Woche greifen nun in Bayern weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Unter bestimmten Bedingungen sind Feste und auch Gruppenreisen wieder möglich. Auch Saunen dürfen wieder öffnen.

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Bayern hat die Corona-Maßnahmen noch ein Stück weiter gelockert: Nachdem Mitte der vergangenen Woche bereits Änderungen für Treffen im öffentlichen und privaten Bereich eingeführt worden sind, gelten seit dem 22. Juni neue Regelungen, unter anderem für Freizeiteinrichtungen, Veranstaltungen und auch Wellnessbetriebe.

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Änderungen bei Maskenpflicht und Abstandsregelung im Einzelhandel und Freizeiteinrichtungen

Pro Person war bisher in öffentlichen Einrichtungen eine Fläche von 20 Quadratmetern Pflicht. Seit dem 22. Juni reichen 10 qm pro Person aus. Dies gilt vor allem für Kundenverkehr in Geschäften, aber auch Freizeit- und Kultureinrichtungen, wie etwa Museen oder zoologische Einrichtungen.

Gilt für Besucher weiterhin eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, können Mitarbeiter von Ladengeschäften in Kassen- und Thekenbereichen oder Rezeptionen eine Alternative wählen. Statt des Mundschutzes können transparente Schutzwände, wie etwa aus Acrylglas in dem vorgesehenen Bereich eingesetzt werden. Sobald diese Schutzeinrichtung gewährleistet ist, fällt für Mitarbeiter die Mundschutzpflicht weg.

Öffnung von Sauna, Thermen und Hallenbad

Nachdem seit 8. Juni bereits Freibäder unter strengen Hygieneregelungen wieder Besucher empfangen durften, können seit dem 22. Juni auch Hallenbäder, Innenbereiche von Thermen und Hotelschwimmbäder nachziehen. Auch die Wellnessbereiche in Hotelanlagen und die gemeinsamen Sanitärbereiche auf Campingplätzen dürfen wieder von Gästen genutzt werden.

Die Münchner dürfen sich aber noch nicht freuen. Die Stadtwerke haben mitgeteilt, die Münchner Hallenbäder und Saunen würden noch nicht öffnen können. Der Grund sei, dass bislang die Hygiene-Konzepte und Rahmenbedingungen seitens des Wirtschafts- und Gesundheitsministeriums nicht vorlägen, so die SWM in ihrer Mitteilung. Das Gesundheitsministerium verweist darauf, dass dieses "bereits seit dem vergangenen Freitag vorliegt".

Sport in Gruppen: Teilnehmerzahl künftig unbegrenzt

Ab 22. Juni kann der Lehrgangsbetrieb im Sport wieder normal erfolgen. Die bisher geltende Obergrenze von 20 Teilnehmern wird aufgehoben. Stattdessen soll die Personenzahl im Innen- und Außenbereich von den vorliegenden räumlichen Bedingungen, wie etwa Raumgröße und Belüftung, abhängig gemacht werden.

Schon während der gesamten Corona-Krise war Sport im Freien erlaubt. Nach den ersten Lockerungen durfte sogar Gruppensport stattfinden – unter Einhaltung einer bestimmten Teilnehmerzahl.

Feiern von Hochzeiten, Schulen oder Vereinen: Bis zu 100 Personen im Freien erlaubt

Feierlichkeiten wie Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereinssitzungen sind jetzt mit bis zu 50 Gästen innen und bis zu 100 Gästen außen erlaubt. Voraussetzung dabei ist aber, dass es sich um einen überschaubaren Teilnehmerkreis und nicht um ein beliebiges Publikum handelt, so das Ministerium. Diese Regel soll verhindern, dass bei einem Infektionsgeschehen eine mögliche Verbreitung des Virus nicht nachvollzogen werden kann.

Weiterhin verboten bleiben öffentliche Festivitäten oder auch Veranstaltungen für ein allgemeines und größeres Publikum. Vergangene Woche verlängerte die Bundesregierung das Verbot von Großveranstaltungen vom 31. August bis Ende Oktober.

Kultur-Veranstaltungen: Besucherzahl darf sich verdoppeln

Veränderungen gab es seit vergangener Woche bereits in der Kulturszene. Seit 15. Juni dürfen auf Veranstaltungen 50 Besucher in Innenräumen und 100 Personen im Außenbereich empfangen werden. Ab dem 22. Juni hat sich die maximale Anzahl der Teilnehmer verdoppelt, also auf 100 Teilnehmer in Räumen und 200 im Außenbereich. Für die Besucher gilt jedoch in geschlossenen Räumen eine Maskenpflicht. Außerdem müssen Veranstalter die Sitzplätze vor Ort zuweisen und kennzeichnen.

Singen mit Abstand: Proben für Laien-Chöre wieder erlaubt

Im Bereich der Laienmusik sind Chorproben wieder zugelassen. Bisher waren diese untersagt, da die Gefahr einer Übertragung des Coronavirus durch das Ausstoßen von Aerosolen beim Singen besteht.

Deshalb gilt bei den nun erlaubten Proben ein Hygienekonzept: Die Sänger müssen einen Mindestabstand von zwei Metern wahren, außerdem muss während der Proben regelmäßig gelüftet werden. Die Probenzeit ist ebenfalls begrenzt. Das Wissenschaftsministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein entsprechendes Hygienekonzept weiterentwickeln.

Gottesdienste: Reduzierter Mindestabstand macht höhere Besucherzahl möglich

Um wieder mehr Gläubigen den Zugang zu Gottesdiensten zu ermöglichen, wird ab dem 22. Juni der Mindestabstand von zwei auf eineinhalb Meter verringert. Ebenso lockerte die Staatsregierung die Maskenpflicht in Gottesdiensten: Somit muss nur noch beim Betreten und Verlassen des Gotteshauses ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Auch die zeitliche Beschränkung eines Gottesdienstes auf 60 Minuten wird aufgehoben. Einzig beim Gesang müssen Kirchen weiterhin für Zurückhaltung sorgen. Der Aerosol-Ausstoß beim Singen sei ursprünglich ein wichtiger Grund für die Maskenpflicht gewesen, so die Regierung.

Tourismus: Gruppenreisen wieder möglich

Auch Gruppenreisen sind wieder erlaubt. Die Regelungen für Fahrten in Reisebussen werden gelockert: Jeder Sitzplatz darf wieder belegt werden. Damit fällt der bisher geltende Sicherheitsabstand in den Fahrzeugen weg. Eine Vorsichtsmaßnahme gilt jedoch weiterhin: Das Tragen eines Mundschutzes ist Pflicht.

Gastronomie: Gericht kippt Sperrstunden-Vorgabe

Söder hatte nach der Kabinettssitzung am vergangenen Dienstag angekündigt, dass auch im Bereich der Gastronomie die Sperrstunde bis 23 Uhr verlängert werde. Kurz vor der Umsetzung kippte jedoch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof diese Maßnahme: Schon seit Samstag dürfen deswegen Restaurants und Biergärten die gleichen Öffnungszeiten haben wie vor der Corona-Pandemie.

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Feiern, Wellness, Masken: Bayern lockert die Corona-Regeln deutlich. Gehen die Maßnahmen zu weit - oder sind sie genau richtig? Die Meinungen auf der Straße sind geteilt.

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