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Sauger gegen Gänsekot am Wöhrder See | BR24

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Um der starken Verschmutzung durch Gänsekot am Wöhrder See Herr zu werden, setzt die Stadt Nürnberg nun ein spezielles Kotsauger-Fahrzeug ein. Das Gerät sei ursprünglich im Reitsport im Einsatz, um Pferdeäpfel zu beseitigen.

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Sauger gegen Gänsekot am Wöhrder See

Die Hinterlassenschaften der Wildgänse rund um den Wöhrder See sind ein großes Problem. Jeden Tag sind Reinigungstrupps ein paar Stunden damit beschäftigt sie zu beseitigen. Nun setzt die Stadt Nürnberg einen speziellen Kotsauger ein.

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Die vielen kleinen grünbraunen Hinterlassenschaften der Wildgänse rund um den Wöhrder See sind ein großes Problem und beschäftigen Reinigungstrupps der Stadt jeden Morgen ein paar Stunden. Um der starken Verschmutzung durch Gänsekot am Wöhrder See Herr zu werden, setzt die Stadt Nürnberg ein spezielles Kotsauger-Fahrzeug ein. Das Gerät sei ursprünglich im Reitsport im Einsatz, um Pferdeäpfel zu beseitigen.

Ganz neuer Ansatz

Herkömmliche Geräte, mit denen unter anderem Hundekot aufgesammelt wird, funktionierten in dieser Sache nicht. "Diese Gänsekotproblematik ist ganz neu, deswegen haben wir dieses Gerät ausprobiert", so André Winkel vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Seit etwa drei Wochen sei das Gerät in Betrieb und erziele gute Ergebnisse. André Winkel ist zuversichtlich, dass die Stadt das Problem in Griff bekommen wird. "Man muss sehen, wie es sich entwickelt. Aber Stand jetzt ist, dass die Maßnahmen gut funktionieren. Die Gänse werden auch in Zukunft da sein und das gilt es in Einklang zu bringen."

© BR-Studio Franken / Tina Wenzel

Die Hinterlassenschaften der Wildgänse sind ein Problem rund um den Wöhrder See in Nürnberg

Teure Hinterlassenschaften

Für die Grundreinigung der Rasenflächen an der Norikusbucht ist SÖR verantwortlich. In der Hauptsaison kümmert sich Noa.kommunal – eine Tochtergesellschaft der Stadt Nürnberg – an sechs Tagen in der Woche um die Entfernung des Gänsekots. Die zusätzlichen Kosten belaufen sich auf 60.000 Euro im Jahr. Im vergangenen Jahr wurden die Wildgänse zum Abschuss freigegeben, was heftige Proteste auslöste. Der zuständige Bürgermeister Christian Vogel (SPD) erhielt sogar Morddrohungen.

Gebiet der Gänse einschränken

Zudem gibt es weitere Maßnahmen gegen die großflächige Kotverbreitung durch die Gänse am Wöhrder See. So werden die Tiere weggelockt in sogenannte Ablenkungsflächen. Außerdem wurde ihre Vermehrung eingegrenzt und ganz gezielt Eier in den Nestern zerstört. Bislang kümmerte sich ein Reinigungsteam mit Rechen und Schaufeln um den Gänsekot. Der Kotsauger bringt demgegenüber nun eine erhebliche Erleichterung dieser Arbeiten.