BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Satelliten-Zwerge aus Würzburg fliegen in den Orbit | BR24

© Zentrum für Telematik Würzburg

NetSat: Vier Kleinst-Satelliten mit den Abmessungen 10 x 10 x 30 Zentimeter im Formationsflug in einer Umlaufbahn in 600 Kilometer Höhe.

Per Mail sharen

    Satelliten-Zwerge aus Würzburg fliegen in den Orbit

    Vier Zwerge aus Würzburg kommen hoch hinaus: Die kleinen Satelliten sollen von Russland aus ins All geschickt werden, um als Team die Erde aus unterschiedlichen Perspektiven zu beobachten. Ein Ziel des Quartetts: die Klimaforschung unterstützen.

    Per Mail sharen

    Die vier Zwergen-Satelliten aus Würzburg sind jeweils gerade einmal rund 10 mal 30 Zentimeter groß. Sie sollen nach Angaben des Zentrums für Telematik in Würzburg mehrere Monate lang sich selbstständig untereinander koordinieren und kontrollieren und optimale Beobachtungspositionen im dreidimensionalen Raum abstimmen.

    Abschuss mit einer Sojus-Rakete

    Damit sich die sogenannten "Net-Sats", die etwa so groß wie ein Schuhkarton sind, selbst organisieren und in Position bringen können, braucht es eine ausgeklügelte Kontrolltechnik. Rund sechs Jahre haben die Würzburger Wissenschaftler daran gearbeitet. Abgeschossen und in eine Umlaufbahn in etwa 600 Kilometer Höhe gebracht werden die Mini-Satelliten gegen 13.20 Uhr unserer Zeit mit einer Sojus-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Plessezk. Die Trägerrakete setzt zunächst in einer Höhe von 1.500 Kilometern drei große Nachrichtensatelliten aus. Danach sinkt sie ab, und dann sind auch die Würzburger Mini-Satelliten dran. Dass passiert vermutlich heute so gegen 18.00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt haben die Würzburger Wissenschaftler jedoch keinen Funkkontakt. Erst wenn die "Net-Sats" direkt über Würzburg fliegen, ist eine Verbindung möglich. Wenn alles gut geht, ist das morgen der Fall. Dann werden die Systeme aktiviert, und bis Ende der Woche sollten alle vier Mini-Satelliten Daten aus dem All liefern.

    © Zentrum für Telematik Würzburg

    Das NetSat-Team mit den vier Kleinst-Satelliten.

    Die "Kinder" von "Uwe-1"

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will den Angaben zufolge per Video Grußworte an das Forscherteam schicken. In Würzburg verfolgen Ehrengäste einen Livestream vom Start. Kurzfristig hat sich dazu der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger angesagt. Der erste deutsche Pico-Satellit war übrigens 2005 der Würzburger "Uwe-1". Seine Mission: via Internet im All zuverlässig Signale an die Würzburger Bodenstation senden und die Übertragung in Experimenten optimieren.

    Der Raketenstart kann via Livestream unter folgender Adresse im Internet verfolgt werden: http://dpaq.de/5QKzW

    "Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!