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Sanierung des "Resl-Hauses" auf unbestimmte Zeit verschoben | BR24

© BR/Michael Buchner

Die Erneuerung des stark sanierungsbedürftigen "Resl-Hauses" in Konnersreuth muss noch etwas warten. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Arbeiten ins Stocken geraten. Vor dem Sommer beginnen die Sanierungsarbeiten nicht mehr.

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Sanierung des "Resl-Hauses" auf unbestimmte Zeit verschoben

Die Erneuerung des stark sanierungsbedürftigen "Resl-Hauses" in Konnersreuth muss noch etwas warten. Aufgrund der Corona-Pandemie sind die Arbeiten ins Stocken geraten. Vor dem Sommer beginnen die Sanierungsarbeiten nicht mehr.

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Die Sanierung des sogenannten Resl-Hauses kann nicht wie geplant im Sommer beginnen. Das erklärte der Konnersreuther Ortspfarrer Pater Benedikt Leitmayr auf BR-Anfrage. Durch die Corona-Pandemie seien die notwendigen Sondierungsmaßnahmen im Haus bisher unmöglich gewesen, so Leitmayr. Es seien noch einige Ortsbegehungen und weitere Absprachen notwendig, um genau festzulegen, welche Arbeiten in dem denkmalgeschützten Gebäude wie umgesetzt werden sollen. Diese hätten Corona-bedingt in den vergangenen Monaten nicht stattfinden können.

"Lage ist ungewiss"

Erst wenn der genaue Auftrag zu Papier gebracht sei, sei die öffentliche Ausschreibung des Sanierungsprojekts möglich, erklärte Leitmayr weiter. Auch dieser Prozess würde einige Zeit in Anspruch nehmen, sodass mit einem Beginn der Arbeiten im Sommer keinesfalls mehr zu rechnen sei. Auf einen späteren Zeitpunkt für den Beginn der Arbeiten wollte Leitmayr sich nicht festlegen. "Dafür ist die gesamte Lage zu ungewiss", erklärte er. Er hoffe sehr, dass es noch dieses Jahr so weit sein könnte - sicher sei das aber nicht.

Das "Resl-Haus" ist das Geburts- und Wohnhaus von Therese Neumann, der "Resl von Konnersreuth". Sie lebte vor etwa hundert Jahren in Konnersreuth im Landkreis TIrschenreuth. Durch angebliche Stigmata und nachgesagte jahrelange Nahrungslosigkeit ist ihr Wohnhaus zum katholischen Wallfahrtsort geworden.

Freistaat übernimmt Großteil der Sanierung

Unter anderem durch Feuchtigkeit vom Boden her ist das Haus jedoch stark sanierungsbedürftig. Außerdem sind in den vergangenen Jahrzehnten Änderungen im Haus vorgenommen worden, die nun zurückgebaut werden sollen: Alles soll wieder so aussehen wie zu der Zeit, in der Therese Neumann hier lebte.

Träger des Hauses ist die katholische Kirchengemeinde des Ortes. Den Großteil der Sanierungsmaßnahmen - nämlich etwa 90 Prozent - wird jedoch der Freistaat übernehmen. Die katholische Kirchenstiftung steuert einen Teil des Rests bei.

"Anziehungspunkt für Leute von weit her"

Auch der Markt Konnersreuth hat seine finanzielle Unterstützung fest zugesichert. Bürgermeister Max Bindl erklärte auf Anfrage, Konnersreuth stünde jederzeit bereit, um seinen versprochenen Anteil zur Finanzierung der Arbeiten zu leisten. "Das Resl-Haus ist ein extrem wichtiger Ort für Konnersreuth und ein Anziehungspunkt für Leute von weit her. Deswegen haben wir natürlich auch unsere Unterstützung zugesagt - da waren sich damals alle einig", sagte Bindl gegenüber dem BR.

Seligsprechungsprozess läuft noch

Im Jahr 2005 hatte der damalige Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller einen Seligsprechungsprozess für Therese Neumann eröffnet, der noch immer läuft.

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