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Sanierung des Gasthauses "Alte Post" in Triftern doch gesichert | BR24

© BR/Harald Mitterer

Die denkmalgeschützte Alte Post in Triftern wird wohl gerettet: Das Ensemble ist eines der letzten großen niederbayerischen Dorfwirtshäuser, das noch weitgehend im Urzustand erhalten ist.

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Sanierung des Gasthauses "Alte Post" in Triftern doch gesichert

Die geplante Sanierung schien zum Scheitern verurteilt: Ein Bürgerentscheid sprach sich mit großer Mehrheit dagegen aus. Doch nun kann das denkmalgeschützte Gasthaus "Alte Post" im niederbayerischen Triftern doch saniert werden.

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Experten sprechen von einer denkmalpflegerischen Sensation: Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Gasthaus "Alte Post" im niederbayerischen Triftern (Lkr. Rottal-Inn) kann nun doch gerettet und saniert werden.

Denkmalgeschütztes Ensemble

Die Finanzierung steht, bereits in dieser Woche soll mit der Sanierung des Stadels begonnen werden. Der ist in besonders schlechtem Zustand, das Dach hat bereits große Löcher. Das denkmalgeschützte Ensemble ist eines der letzten großen niederbayerischen Dorfwirtshäuser, das noch weitgehend im Urzustand erhalten ist.

Bürgerentscheid stoppte Sanierung zunächst

Dabei schien die geplante Sanierung durch den Besitzer und Bildhauer Bernd Stöcker bereits gescheitert, als die Sanierungspläne von Künstler und Gemeinde im März 1999 durch einen Bürgerentscheid mit großer Mehrheit gestoppt wurden. Auch der Künstler, der das Gebäude vor knapp zehn Jahren gekauft hat, hatte sich bereits weitgehend mit dem Scheitern abgefunden.

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Vieles an dem alten Gebäude ist sanierungsbedürftig

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Das Dach muss großflächig saniert werden

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Das Holzgebälk im Stadel

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Besitzer und Bildhauer Bernd Stöcker

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Das alte Gebäude hat viel Retro-Charme

Doch dann, so erzählt Bernd Stöcker dem Bayerischen Rundfunk, meldete sich plötzlich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Berlin und zeigte Interesse am Erhalt des seit 20 Jahren leerstehenden niederbayerischen Wirtshauses. Die Behörden wollte sich mit 40.000 Euro an der Sanierung beteiligen.

"Domino-Effekt" sicherte Finanzierung

Dann kam es zu einer Art Domino-Effekt: Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege bewilligte 100.000 Euro Zuschuss für die geplante Sanierung des Stadels. Die Bayerischen Landessstiftung sicherte 40.000 Euro zu, der Bezirk Niederbayern 30.000 Euro. Den Löwenanteil der Sanierungskosten aber übernimmt die EU mit dem sogenannten LEADER-Programm im Landkreis Rottal-Inn mit rund 270.000 Euro.

Umwandlung in Kunst- und Kulturzentrum

Damit kann jetzt mit der Sanierung des Stadels begonnen werden, danach soll das Hauptgebäude mit Millionenaufwand saniert und das Ensemble in ein Kunst- und Kulturzentrum umgewandelt werden.

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