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Sandler-Ausbau: Aiwanger lobt heimische Masken-Produktion | BR24

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Auch Hubert Aiwanger (dritter von rechts) war bei der Eröffnungsveranstaltung der neuen Fertigungsstraße in Schwarzenbach an der Saale dabei.

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Sandler-Ausbau: Aiwanger lobt heimische Masken-Produktion

Die Firma Sandler in Schwarzenbach an der Saale hat ihre Produktion für Maskenvlies erweitert. Damit will das Unternehmen noch mehr Vlies für Atemschutzmasken herstellen. Hubert Aiwanger freut sich, dass die heimische Produktion weiter wächst.

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Stoff für rund 380 Millionen Masken hat die Firma Sandler in Schwarzenbach an der Saale im Landkreis Hof seit Beginn der Corona-Pandemie nach eigenen Angaben bereits produziert. Nun nimmt das Unternehmen eine neue Fertigungsstraße für das Vlies in Betrieb.

Corona-Krise: Aiwanger lobt Regionalität

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung, dass es ein wichtiger Schritt sei, um mit heimischer Produktion auf die Herausforderungen der Corona-Krise antworten zu können.

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Die Lieferengpässe zu Beginn der Corona-Krise sind überwunden, jetzt will Bayern einen Schritt weitergehen: In Zukunft sollen Masken im Freistaat selbst hergestellt werden. Viel Arbeit also - auch für die oberfränkische Firma Sandler.

Sandler produziert Vlies für 600 Millionen Masken

Die neue Anlage in Schwarzenbach kann nach Angaben von Sandler jährlich Stoff für bis zu 600 Millionen Schutzmasken produzieren. Die Anlage befindet sich seit Mitte August im Probebetrieb, ab nächster Woche soll die reguläre Produktion starten.

Unternehmen ist stolz auf neue Anlage

Firmenchef Christian Heinrich Sandler zeigte sich stolz auf die Geschwindigkeit, mit der die Fertigungsstraße aufgebaut wurde. Es sei nicht nur deutschland-, sondern europaweit die erste vergleichbare Anlage, die seit Beginn der Corona-Krise angefahren werde.

Vliesstoff wird bei Zettl weiterverarbeitet

Die Zettl-Gruppe aus Niederbayern produziert mit dem oberfränkischen Vliesstoff im Rahmen des Maskenverbund Bayern Atemschutzmasken. Geschäftsführer Reinhard Zettl sagte dem Bayerischen Rundfunk, die Ausweitung der Maskenvlies-Produktion sei für die Produktionskette "sehr wichtig". Man wäre dadurch in der Lage, bis zu 600.000 FFP2-Masken täglich zu produzieren.

Freistaat Bayern als Masken-Käufer

Bisher stellt Zettl 200.000 Masken täglich her, es fehlt jedoch noch die FFP2-Zertifizierung. Das Unternehmen rechnet für die nächsten Wochen damit. Der Freistaat Bayern kauft bisher die gesamte Produktion des Maskenverbunds auf.

Aiwanger fordert höhere Qualität für Schutzmasken

Wirtschaftsminister Aiwanger betonte auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks, dass gerade im hochwertigen Bereich nach wie vor Bedarf bestehe:

"Wir haben als Freistaat Bayern sehr viele Masken eingelagert, aber viele entsprechen nur einer Mund-Nasen-Bedeckung. Wir wollen bessere Qualität vorhalten, damit wir nicht mehr so vom Weltmarkt abhängig sind und überhöhte Preise zahlen müssen für Qualitäten, die es nicht wert sind." Hubert Aiwanger, Freie Wähler

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