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Sandbergs Bürgermeister tritt zurück | BR24

© Gemeinde Sandberg / Rhön; Montage: BR

Joachim Bühner, Bürgermeister von Sandberg

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    Sandbergs Bürgermeister tritt zurück

    Joachim Bühner (CSU), der ehrenamtliche Bürgermeister von Sandberg, tritt aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Ärzte und Therapeuten hätten ihm aufgrund einer psychosomatischen Erkrankung zu diesem Schritt geraten.

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    Der 50-Jährige hatte den Gemeinderat bereits Anfang des Monats in einer nichtöffentlichen Sitzung über den Rücktritt informiert. Am Mittwochabend (14.12.) verlas sein Stellvertreter Roland Bühner, mit dem er nicht verwandt ist, nun auch die schriftliche Erklärung des scheidenden Bürgermeisters. Darin bat der Erkrankte um Verständnis für seine Entscheidung, die er auch nach Rücksprache mit seiner Familie getroffen habe. Der 2. Bürgermeister führt bereits seit längerem die Amtsgeschäfte für ihn, offiziell ist Joachim Bühner noch bis Ende März 2017 im Amt. Ein Termin für die Neuwahl des Sandberger Bürgermeisters steht noch nicht fest.

    Schwierigkeiten überschatteten Amtszeit

    Bühner war 2014 Rathauschef in Sandberg geworden. Überschattet war seine kurze Amtszeit von einem Streit über eine Gebührenerhöhung für Wasser und Abwasser, die einige Bürger nicht akzeptieren wollten. Wegen Verdachts der Veruntreuung von Gemeindegeld in Höhe von 200.000 Euro war gegen die Gemeinde sogar eine Anzeige eingegangen. Das Verfahren wurde allerdings eingestellt.

    Kampf um Wasserversorgung hat unheilvolle Tradition

    Bühner kritisierte in seinem Schreiben das Verhalten einiger Bürger und auch der Räte scharf, die nichts aus der Vergangenheit gelernt hätten. Denn der Kampf ums Wasser hat in Sandberg eine unheilvolle Tradition. Ende der 1990er Jahre wurde um die gemeindliche Wasserversorgung und deren Modernisierung so heftig gestritten, dass der damalige Bürgermeister Bruno Regnat menschlich daran zerbrach. Nach andauernden persönlichen Anfeindungen nahm er sich am 5. Dezember 2000 das Leben.