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Sand am Main – Vorerst keine Ausweitung des Sandabbaus | BR24

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Sandabbau (Symbolbild)

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    Sand am Main – Vorerst keine Ausweitung des Sandabbaus

    In Sand am Main wollen die Sand- und Kieswerke ihren Sandabbau ausweiten. Das Vorhaben wurde nun auf Eis gelegt. Das Bergamt Nordbayern hat das Genehmigungsverfahren nun ausgesetzt. In der Bevölkerung gab es Proteste gegen das Projekt.

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    Die Sand- und Kieswerke haben selbst die Aussetzung beantragt. Laut Bergamt überarbeiten die Sand- und Kieswerke derzeit die Antragsunterlagen, um den Einwänden Rechnung zu tragen. Es ist davon auszugehen, dass das Kieswerk künftig einen neuen Versuch starten wird, die Abbauflächen auszuweiten. Im Mai 2016 hatte die Firma Sand- und Kieswerke Dotterweich GmbH die Erweiterung des Quarzsand-Tagebaus "Nordöstlich Sand am Main" in westlicher Richtung beantragt. Das Kieswerk will nordöstlich von Sand am Main ein Gebiet für Sand- und Kiesgewinnung ausweiten. Insgesamt geht es um 25 Hektar im FFH-Gebiet "Mainaue zwischen Eltmann und Haßfurt".

    Diskussion um Lärmschutz, Hochwasserschutz und Ackerland

    Die Anwohner fürchten unter anderem, dass bei weiterem Sand- und Kiesabbau der Schutz bei Hochwasser geringer werden könnte. Weiterhin würde aus ihrer Sicht wertvoller Ackerboden verloren gehen. Außerdem gehen die Anwohner davon aus, dass sie ständig von Baggerlärm belästigt würden und der Erholungsraum geringer werden würde. Um den Widerstand zu organisieren, wurde die Bürgerinitiative "Sand bleibt!" gegründet. "Unsere Gemeinde hat Jahrzehnte vom Sand- und Kiesabbau profitiert und einigen Bürgern einen Arbeitsplatz geboten. Die Baggerseen haben aber ein Ausmaß erreicht, das für die Sicherheit, Arbeits- und Wohnqualität der Einwohner von Siedlung und Wörth kaum noch zu ertragen ist. Wir kämpfen ausschließlich gegen weitere Baggerseen zum Schutz unserer Ortsteile", hieß es in einer der ersten Stellungnahmen.