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Samerberg-Prozess: Haftstrafe für angeklagten Autofahrer | BR24

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Im Prozess um den Unfalltod zweier Frauen vom Samerberg hat das Amtsgericht Rosenheim den Angeklagten wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung verurteilt.

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Samerberg-Prozess: Haftstrafe für angeklagten Autofahrer

Im Prozess um den Unfalltod zweier junger Frauen vom Samerberg hat das Amtsgericht Rosenheim den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Der Angeklagte kann Berufung oder Revision gegen das Urteil einlegen.

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Das Amtsgericht Rosenheim hat im Prozess um den Unfalltod zweier junger Frauen vom Samerberg sein Urteil verkündet. Der Angeklagte aus Riedering wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Außerdem muss der 25-Jährige seinen Führerschein für zweieinhalb Jahre abgeben.

Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung

Das Gericht verurteilte den BMW-Fahrer unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Nach Überzeugung der Richter war er mitverantwortlich für einen Frontalzusammenstoß zweier Autos in Rosenheim im November 2016. Dabei starben zwei junge Frauen vom Samerberg, drei Menschen wurden schwer verletzt, darunter die Schwester eines der Opfer.

© BR/Martin Binder

Der Angeklagte neben seinem Verteidiger vor dem Schöffengericht

Angeklagter hat Einscheren eines Autos verhindert

Der BMW-Fahrer hat nach den Feststellungen des Schöffengerichts zusammen mit einem vor ihm fahrenden BMW-Lenker verhindert, dass ein überholendes Fahrzeug noch in die Lücke zwischen den beiden Fahrzeugen einscheren konnte. Deshalb musste der Überholende auf der Gegenfahrbahn weiterfahren, wodurch es Sekunden später zum tödlichen Zusammenstoß mit dem Kleinwagen der Frauen vom Samerberg kam.

Staatsanwalt forderte drei Jahre Haft

Staatsanwalt und Nebenklage hatten in ihren Plädoyers drei Jahre Haft gefordert, der Verteidiger Freispruch. Der direkte Unfallverursacher aus Ulm und der Fahrer des anderen BMW aus Kolbermoor waren bereits im Mai 2018 vom Amtsgericht Rosenheim verurteilt worden. Die Bewährungsstrafe für den Unfallverursacher ist bereits rechtskräftig, gegen die Strafe von zwei Jahren ohne Bewährung hat der BMW-Fahrer Berufung eingelegt, über die das Landgericht Traunstein noch entscheiden muss.