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Salzberge und Verdienstausfall: Ruhiger Winter für Bauhöfe | BR24

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Der Winter ist mild und das spüren zurzeit vor allem die Winterdienste. Im Landkreis Dillingen waren die Streufahrzeuge letzten Winter insgesamt 85 Tage unterwegs, diesen Winter sind es bislang erst 40. Das freut aber nicht jeden.

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Salzberge und Verdienstausfall: Ruhiger Winter für Bauhöfe

In den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen sorgt der bislang milde Winter dafür, dass die Winterdienste nur selten ausrücken mussten. Für selbständige Unternehmer hat das allerdings finanzielle Konsequenzen.

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Die milden Temperaturen bescheren den Streu- und Räumdiensten in den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen einen ruhigen Winter. Die Mitarbeiter des Winterdienstes mussten bisher nur selten ausrücken. In den verschiedenen Bauhöfen der beiden Landkreise gab es rund 30 bis 40 Tage, an denen die Streufahrzeuge unterwegs waren. Oft handelte es sich dabei um vorbeugende Einsätze, wenn also laut Wetterbericht Frost angesagt war. Zum Vergleich: Im Landkreis Dillingen waren es im vergangenen Winter insgesamt 85 Einsätze, im strengen Winter 2012/2013 sogar 147 Einsätze.

Geringer Salzverbrauch gut für die Umwelt

Die Salzlager sind überall gut gefüllt und für die Umwelt ist der geringere Salzverbrauch ein Vorteil. Bei vorbeugenden Einsätzen werde nur fünf bis zehn Gramm Salz pro Quadratmeter gestreut, bei Schnee oder vereisten Straßen seien es 30 Gramm, sagt Roman Bauer, Leiter der Tiefbauverwaltung des Landkreises Dillingen.

Langweilig werde es seinen Mitarbeitern aber trotzdem nicht. Statt Winterdienst zu fahren, würden jetzt verstärkt Straßengräben gepflegt und Bäume beschnitten, die in die Fahrbahnen ragten. In milden Wintern könne man das aufholen, was in anderen Jahren zu kurz komme, sagt Bauer.

Verdienstausfälle für Maschinenring und Kleinunternehmer

In einer Halle auf dem Bauhof der Stadt Nördlingen liegt ein riesiger Haufen Salz. Während in durchschnittlichen Jahren 500 Tonnen Salz und Split auf die Straßen gefahren werden, seien es bislang erst 150 Tonnen gewesen, sagt Stadtsprecher Rudi Scherer.

Wie viele andere Kommunen auch, hat Nördlingen einen Teil des Winterdienstes ausgelagert, und zwar an den Maschinenring Nordschwaben und Kleinunternehmer. Das sind in der Regel Landwirte. Für die bedeutet der milder Winter bislang rund 80 Prozent Verdienstausfall. Sie bekommen zwar eine niedrige Pauschale für die Bereitschaft, werden sonst aber nur nach Einsatz bezahlt.