Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

"Salatfabrik" Wiesentheid scheitert im dritten Anlauf | BR24

© Bayern 1 - Regionalnachrichten

Zwei Brüder aus Holland wollen in Wiesentheid im Landkreis Kitzingen ein 9,5 Hektar-Gewächshaus bauen. Das ist eine Fläche von 15 Fußballfeldern nur für Salat. Doch ihr Projekt ist jetzt vom Gemeinderat erneut abgelehnt worden.

1
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

"Salatfabrik" Wiesentheid scheitert im dritten Anlauf

Zwei Brüder aus Holland wollen in Wiesentheid im Landkreis Kitzingen ein 9,5 Hektar großes Gewächshaus bauen. Das entspricht einer Fläche von 15 Fußballfeldern nur für Salat. Doch ihr Projekt ist jetzt vom Gemeinderat erneut abgelehnt worden.

1
Per Mail sharen
Teilen

Der Gemeinderat verweigerte mit 14 : 2 Stimmen im inzwischen dritten Anlauf sein Einvernehmen. Genehmigungsbehörde ist allerdings das Landratsamt Kitzingen. Im Volksmund ist bereits von der `Salatfabrik` die Rede.

Warum die Bürger gegen die Salatfabrik sind

Der Bürgerblock Wiesentheid sammelt momentan Unterschriften gegen das Projekt der Holländer. Die Investoren wollen ihren Betrieb auf einem Grundstück beim Wiesentheider Ortsteil Untersambach errichten, das Paul Graf von Schönborn gehört. Am 4. April geht der Bauantrag für die Salatzuchtanlage in die vierte Runde. Dann will der Gemeinderat für das Areal bei Untersambach einen Landschafts- und Grünordnungsplan auf den Weg bringen. Die Investoren wiederum haben nur dreieinhalb Stunden vor der Gemeinderatssitzung eine neue Bauvoranfrage für ihr Salat-Gewächshaus eingereicht. Neuer Standort wäre demnach eine Fläche Richtung Reupelsdorf neben der dort bestehenden Gärtnerei Lang. Auch dieses Grundstück gehört dem Haus Schönborn.

Bürgermeister von Wiesentheid unterstützt das Projekt

Bürgermeister Werner Knaier ist für das große Salat-Gewächshaus. "Als Jurist weiß ich, dass wir das Vorhaben nicht einfach so ablehnen können", sagte Knaier BR24. Außerdem sei das Konzept der Holländer wegweisend für die Zukunft. So soll zum Beispiel ein Großteil des Wassers, das für den Salat benötigt wird, als Regenwasser über das Dach des Gewächshauses gesammelt und in zwei 16 Meter hohen Türmen gespeichert werden. Ein Teil der Gemeinderäte befürchtet jedoch, das für die Salatzucht sehr viel Grundwasser gebraucht wird.