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Bildrechte: picture alliance / Fotostand | Fotostand / Wagner

Der Himmel gelb, die Skipiste in Sandgehüllt - wie kann das sein? Schuld ist der Sahara-Staub.

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Sahara-Staub verfärbt Himmel über Bayern

In weiten Teilen Bayerns erschien der Himmel gestern rötlich-gelb verfärbt. Grund dafür war Sahara-Staub in der Luft, wie er in dieser Menge nur selten auftritt. Die erwarteten sehr milden Temperaturen blieben jedoch fast überall aus.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Alf Meier

Ein ungewöhnliches Wetterphänomen verfärbte am gestrigen Samstag den Himmel über Bayern: An vielen Orten tauchte ihn Staub aus der Sahara in ein gelb-rötliches Licht.

Menge des Sahara-Staubs ist ungewöhnlich

Der BR-Wetterexperte Michael Sachweh sprach von einem "bemerkenswert großen Ausbruch von Sahara-Staub". Grund sei ein Tiefdruckgebiet über Südwesteuropa gewesen: Die entstandenen Winde transportierten Staub aus der Wüste über das Mittelmeer direkt nach Deutschland. Die teils über 2.000 Milligramm Wüstenstaub pro Quadratmeter seien enorme Mengen, wie sie "nur alle paar Jahre mal auftreten würden", sagte Sachweh weiter.

Auch am heutigen Sonntag wird laut dem Wetterexperten noch Sahara-Staub über Bayern wirbeln - wenn auch nicht mehr in derart großen Konzentrationen wie heute.

"Rote" Skipisten im Alpenraum

Für den Menschen ist der Sahara-Staub ungefährlich. Auch in Spanien, der Schweiz und in Frankreich trübte er merklich die Luft. Teilweise waren sogar Skipisten rot eingefärbt, auf Twitter kursieren einige spektakuläre Videos.

Der Sahara-Staub sorgte für viele Wolken und wenig Sonne im Freistaat. Auch wurde es nicht so warm wie zunächst erwartet. Vor allem das vorhergesagte frühlingshafte Wetter in Alpennähe trat nicht ein.

Bei Temperaturen zwischen vier und acht Grad zog es dennoch viele Menschen ins Freie - wie zum Beispiel an den Starnberger See oder an den Bodensee. Ein größerer Ansturm auf die Naherholungsgebiete blieb allerdings aus - ebenso wie die erwartete extrem gegensätzliche Wetterlage, die zunächst für den Freistaat angekündigt worden war. Auch wenn rund um Hof in Oberfranken etwas Schnee fiel. Doch im Großteil von Franken schneite es nicht.

Sachweh: Extreme Wetterlagen eher in Nord- und Mitteldeutschland

Im Laufe des Sonntags und in der Nacht auf Montag soll sich das Wetter im Freistaat laut den Prognosen aber radikal ändern. Denn eine große Schneefront aus Norddeutschland zieht Richtung Süden. Diese werde den Freistaat aber nur streifen, so Sachweh: "Die wirklich spektakulären Bilder werden uns aus Norddeutschland erreichen und auch aus Mitteldeutschland". Es könne aber auch sein, dass das nördliche Franken betroffen sei.

Die Modelle seien sich laut Sachweh noch nicht einig, wie viel Schnee dann am Montag in Bayern fällt. "Da kann es durchaus sein, dass auch das südliche Franken oder Nordschwaben oder Oberbayern zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee haben", so der Wetterexperte. Insgesamt soll es ab Montag in Bayern jedoch überwiegend frostig werden.

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