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Sahara-Luft bringt brütende Hitze | BR24

© pa/dpa/Julian Stähle

Frau kühlt sich im See ab

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Sahara-Luft bringt brütende Hitze

Die Menschen in Bayern müssen auch am Wochenende mit der Hitze fertig werden: Laut Deutschem Wetterdienst könnten es teils bis zu 39 Grad werden. Die Waldbrandgefahr steigt. In Frankreich, Italien und Spanien forderte die Hitzewelle schon Todesopfer.

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Bayern stehen weiter heiße Tage bevor: Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte, könnte das Thermometer am Wochenende mit Höchstwerten von 39 Grad an den Rekordwerten für diesen Monat kratzen.

Waldbrandgefahr in Bayern auf höchster Stufe

Dementsprechend nimmt auch die Waldbrandgefahr stark zu: Für Sonntag erwartet der Deutsche Wetterdienst für weite Teile Bayerns die höchste der fünf Gefahrenstufen. Am Samstag sollen überwiegend die dritte und vierte gelten. Unter anderem haben die Behörden in Oberbayern, Mittel- und Oberfranken angeordnet, die Wälder am Wochenende von Flugzeugen aus auf mögliche Brände hin absuchen zu lassen.

Temperaturrekorde möglich

In Ostdeutschland kann es am Wochenende ebenfalls bis zu 39 Grad heiß werden - damit sind nach Einschätzung des Deutschen Wetterdiensts auch hier erneut rekordverdächtige Werte möglich.

Dabei wandert die regionale Hitzebelastung: Am Samstag werden die höchsten Werte im Südwesten erwartet. Abkühlung ist am ehesten an der Nordseeküste möglich - dort bleibt es mit 20 Grad vergleichsweise kühl, erklärten die DWD-Meteorologen. Ansonsten sind bei überwiegend wolkenlosem Himmel und viel Sonne Höchstwerte zwischen 29 und 36 Grad zu erwarten.

Am Sonntag wird es nur im Nordwesten mit 25 bis 31 Grad nicht ganz so heiß. Feuchte und schwüle Luft bringen zudem eher unangenehme Hitze. Gerade in den Ballungszentren West- und Südwestdeutschlands sind sogenannte Tropennächte möglich, in denen die Temperaturen nachts nicht unter 20 Grad sinken.

Frankreich: Mehr als 4.000 Schulen geschlossen

Die Rekordhitzewelle in Europa hat Frankreich besonders fest im Griff. Am Freitag wurden in der Stadt Villevieille im Süden des Landes 45,1 Grad Celsius gemessen, in Gallargues-le-Montueux sogar 45,8 Grad - die höchsten Werte seit Beginn der Aufzeichnungen, wie französische Medien berichteten. Rund 4.000 Schulen im ganzen Land wurden geschlossen oder boten eine Notbetreuung an.

Hitzewelle forderte bereits Tote

In Frankreich, Italien und Spanien sind in den vergangenen Tagen durch die Rekordhitze bereits mindestens fünf Menschen gestorben.

In Frankreich erlitt am Freitag ein 33-jähriger Dachdecker einen tödlichen Schwächeanfall bei der Arbeit. In Italien starb ein 60-jähriger Gerüstbauer, der einen Tag zuvor in Rimini während der Arbeit zusammengebrochen war. In Mailand starb am Donnerstag ein 72-jähriger Obdachloser.

Im südspanischen Andalusien erlitt am Donnerstag ein erst 17-jähriger Erntehelfer einen tödlichen Hitzschlag, in der Stadt Valladolid im Norden Spaniens brach ein 93-jähriger Mann ebenfalls nach einem Hitzschlag auf der Straße tot zusammen.

Brand in Spanien zerstört über 6.000 Hektar Wald

In der spanischen Region Katalonien kämpften mehr als 700 Feuerwehrleute nach Behördenangaben am Freitag gegen den schlimmsten Waldbrand in der spanischen Region Katalonien seit zwei Jahrzehnten. 20.000 Hektar Hügelland könnten verwüstet werden - bis Freitag waren geschätzt bereits mehr als 6.000 Hektar verbrannt. In der Gegend wurden Temperaturen von 41 Grad Celsius erreicht.

Nächste Woche wird es etwas kühler

Ab Montag ist vor allem in Südbayern mit kräftigen Schauern und Gewittern zu rechnen. Dadurch werden die Temperaturen mit Höchstwerten von 23 Grad bis 28 Grad im Laufe der Woche wieder etwas angenehmer.

Programmschwerpunkt "Abkühlung gefällig?“"

ARD-alpha zeigt der Hitze die kalte Schulter und träumt sich für ein paar Stunden in kühlere Regionen und Jahreszeiten oder ins ewige Eis. Tief verschneite Winterlandschaften, Gletscher, Eisberge oder Polarwüsten: Dokumentationen unter anderem aus der Reihe "Länder – Menschen – Abenteuer" präsentieren Eiskaltes gegen die Hitzewelle – heute und morgen jeweils ab 16.00 Uhr in ARD-alpha.