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Landgericht Traunstein

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    Säugling und Senior misshandelt? - Pflegerin vor Gericht

    Eine wegen schwerer Misshandlungen von Schutzbefohlenen angeklagte Pflegerin muss sich am Landgericht Traunstein verantworten. Im Landkreis Traunstein betreute sie ein Neugeborenes, in Mühldorf einen alten Mann.

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    • BR24 Redaktion

    Die gelernte Altenpflegerin bestritt heute zu Prozessauftakt den Vorwurf einen alten Mann misshandelt zu haben. Den Vorwurf bei einem Neugeborenen das Beatmungsgerät ausgeschaltet zu haben räumte sie hingegen ein.

    Mit der Situation überfordert

    Die Frau ist unter anderem angeklagt, weil sie ein Baby in ihrer Obhut misshandelt haben soll. Sie hatte Anfang 2018 im Landkreis Traunstein einen frühgeborenen Buben betreut, der künstlich beatmet wurde. Laut Anklage unterlief ihr ein Fehler und ein Absaugungsschlauch drang zu tief in die Lunge des kleinen Jungen ein. Als das Beatmungsgerät Alarm schlug, soll sie - statt dem Kind zu helfen - den Stecker des Gerätes gezogen haben. Weil die Oma des Kindes eingriff, konnte Schlimmeres verhindert werden. Diese Vorwürfe räumte die Angeklagte nach Gerichtsangaben ein. Sie begründete die Tat demnach mit Panik und damit, in der Situation einfach überfordert gewesen zu sein.

    Die Misshandlung eines Alzheimer-Patienten streitet die Frau ab

    Die Pflegerin wechselte danach in ein Seniorenzentrum im Landkreis Mühldorf am Inn. Dort soll sie in einer Nachtschicht Ende 2018 mit dem kiloschweren Teil eines Rollstuhls auf einen bettlägerigen Alzheimer-Patienten eingeschlagen haben. Der Mann wurde schwer verletzt. Diese Vorwürfe stritt die 52 Jahre alte Pflegerin zum Prozessbeginn am Donnerstag ab, wie die Vizepräsidentin des Landgerichts Traunstein, Andrea Titz, sagte. Sie habe angegeben, den Senior schon mit blutenden Wunden gefunden zu haben.

    Unter Verwendung von dpa-Material

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