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Angeklagte vor Gericht

Eine 28-Jährige muss sich von heute an vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verantworten, weil sie ihr frischgeborenes Baby mutmaßlich in einer Badewanne hat sterben lassen. Der Vorwurf gegen sie lautet Totschlag durch Unterlassen. Die Angeklagte hatte der Staatsanwaltschaft zufolge erfahren, dass sie zum dritten Mal schwanger ist. Dem Vater des Kindes und ihrer Familie soll die Frau das verheimlicht haben.

Neugeborenes in Badewanne ertrunken

Die Frau, die bereits Mutter von zwei Kindern im Alter von drei und fünf Jahren ist, soll gegenüber dem Kindsvater und ihren Eltern die erneute Schwangerschaft bestritten haben. Als am 8. September 2018 Wehen einsetzten, legte sie sich in die Badewanne, so der Vorwurf. Dort gebar sie ein Mädchen, das sie laut Anklage in der Wanne liegen ließ, bis es ertrank.

Totes Kind versteckt

Anschließend soll sie das tote Kind in einem Karton in ihrem Zimmer versteckt haben. Die Mutter der Frau soll diesen Karton später entdeckt haben. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage vorgesehen. Das Urteil wird am kommenden Donnerstag (18.04.19) erwartet.

Landgericht Nürnberg-Fürth

Landgericht Nürnberg-Fürth

Autoren

Oliver Tubenauer

Sendung

Regionalnachrichten Franken vom 15.04.2019 - 06:30 Uhr