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Sabotage durch Querdenker? SPD-Politikerin stellt Anzeige | BR24

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Bildrechte: BR/Lisa Hinder

Die dritte Bürgermeisterin in Miltenberg vermutet, Opfer einer Cyberattacke geworden zu sein. Nun stellt sie Strafanzeige. (Symbolbild)

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    Sabotage durch Querdenker? SPD-Politikerin stellt Anzeige

    Sabine Balleier, dritte Bürgermeisterin im unterfränkischen Miltenberg, hat Anzeige erstattet. Die SPD-Politikerin vermutet, Opfer einer Cyberattacke von Corona-Leugnern geworden zu sein. Ihr Vorwurf: Computersabotage.

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    Von
    • Carol Lupu

    Sie hatte eine Anti-Querdenker-Demonstration organisiert. Doch plötzlich stellte Sabine Balleier fest, dass ein von ihr betriebener Account nicht mehr existierte. Deshalb hat die dritte Bürgermeisterin von Miltenberg nun Anzeige bei der Polizei erstattet: nach Angaben der SPD-Politikerin wegen Computersabotage.

    Bürgermeisterin vermutet Hackerangriff

    Balleier vermutet das Werk von Hackern, die möglicherweise Querdenker-Gruppierungen nahestehen. Weiteren Akteuren aufseiten der Anti-Querdenker aus dem Raum Miltenberg sei Ähnliches passiert, sagt Balleier. Bei der Polizei hätte man sie nun dazu beraten.

    Corona-Leugner planen Kundgebung in Miltenberg

    Am 6. Dezember planen sogenannte Querdenker eine Aktion in Miltenberg. Zeitgleich dazu soll eine Gegenaktion stattfinden. Um aber einen Auflauf zu verhindern, wollen die Gegendemonstranten kleine Gruppen bilden, die sich unter Einhaltung der Corona-Regeln über die Stadt verteilt aufstellen: jeweils dort wo Querdenker vorbeikommen. Dafür seien in Absprache mit Ordnungsamt und Polizei Plätze ausgewählt worden, wo es nicht zu Gedränge oder Konfrontationen kommen dürfte, sagt Balleier.

    Kein Zugriff mehr auf Facebook-Accounts

    Bereits bei der Organisation der Gegendemonstration per Facebook sei der Account der Anti-Querdenker und auch einzelner Personen gesperrt worden. Einige von Balleiers Mitstreitern seien nun sehr verunsichert. Die Versammlung sei beim Landratsamt angemeldet und mit Ordnungsamt und Polizei abgestimmt. Es gäbe eine immer größer werdende Gruppe von Menschen in Miltenberg, die nicht länger tatenlos zusehen und die Querdenker-Demonstrationen hinnehmen wollen, sagte Balleier. Die Anti-Querdenker-Proteste sind aufgrund eines Schweigemarschs am 22. November in Miltenberg entstanden. Dort sei soll bei einer kleinen Gruppe von Corona-Leugnern Hitlers "Mein Kampf" beworben worden sein.

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