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Am 1. Mai, dem internationalen Tag der Arbeit, zeigen die Gewerkschaften meist Flagge. In Unterfranken hat der DGB fünf Kundgebungen in Würzburg, Schweinfurt, Aschaffenburg, Lohr und Ramsthal organisiert.

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Kundgebungen und Demos am 1. Mai in Unterfranken

Am 1. Mai, dem internationalen Tag der Arbeit, zeigen die Gewerkschaften meist Flagge. In Unterfranken hat der DGB fünf Kundgebungen in Würzburg, Schweinfurt, Aschaffenburg, Lohr und Ramsthal organisiert. In Schweinfurt waren weitere Demos geplant.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Wolfram Hanke
  • Sylvia Schubart-Arand

Unter dem Motto "Solidarität ist Zukunft" hat der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB Region Unterfranken am 1. Mai fünf Kundgebungen organisiert. Nach der pandemiebedingten Absage aller Mai-Kundgebungen im Vorjahr werden heuer Freiluft-Kundgebungen unter konsequenter Beachtung der geltenden Hygiene- und Kontaktvorschriften durchgeführt. Die Kundgebungen in Würzburg, Schweinfurt, Aschaffenburg und Lohr sowie in Ramsthal sollten jeweils unter freiem Himmel stattfinden.

Kundgebung in Lohr – heuer auf dem Schlossplatz

In Lohr hat die Kundgebung auf dem oberen Marktplatz eine lange Tradition. Wegen der Corona-Pandemie wechselte der DGB dieses Jahr auf den größeren Schlossplatz. Dort ist DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Firsching aus Schweinfurt als Redner aufgetreten. Er rechnete mit maximal 70 Teilnehmern. Die Anzahl sei kein Problem, denn auf dem Schlossplatz hätten auch 500 Menschen Platz.

Vier Demonstrationen in Schweinfurt

In Schweinfurt waren gleich vier Demonstrationen angemeldet. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte um 11 Uhr auf den Marktplatz zu einer Kundgebung eingeladen. Die für 12 Uhr vom Bündnis "Schweinfurt auf die Straßen" (SWADS) angemeldete Demonstration fand dann doch nicht statt. Den Antrag dafür hatte die AfD-Stadtratsfraktion gestellt. Die erklärten Gegner der Corona-Maßnahmen wollten eigentlich einen rund sieben Kilometer langen Demonstrationszug durchführen. Dieser wurde von der Stadt aber wegen des aktuellen Infektionsgeschehens untersagt. Außerdem hatte die Stadt eine Allgemeinverfügung erlassen, die eine erweiterte Maskenpflicht auf dem Volksfestplatz von 10 bis 18 Uhr vorschreibt.

Nachdem das Verwaltungsgericht Würzburg den Eilantrag des Bündnisses gegen diese Auflagen der Stadt am Freitag abgelehnt hatte, war zunächst unklar, ob die Demonstration dennoch stattfindet. Laut Polizei kursierten in Onlineforen Meldungen von SWADS, dass das Bündnis unter diesen Bedingungen nicht kommen wolle. Offiziell abgesagt wurde die Veranstaltung zwar nicht, bis 13.00 Uhr waren aber keine Teilnehmer gekommen, wie die Polizei auf BR-Nachfrage mitteilte. Die Polizei stand mit einem großen Aufgebot bereit.

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Die Polizei wartet am Volksfestplatz in Schweinfurt auf die Teilnehmer der SWADS-Demonstration.

"Schweinfurt ist bunt" auf dem Schillerplatz

Ebenfalls untersagt wurde der geplante Aufzug der rechtsextremen Partei "Der dritte Weg". Die Stadt hatte den Veranstaltern als Gegenangebot einen Platz in den Wehranlagen zugewiesen. Dort hätten maximal 200 Teilnehmer ab 11 Uhr demonstrieren dürfen, was aber ebenfalls nicht stattfand. Laut Polizei haben die Veranstalter eine halbe Stunde vor Beginn abgesagt.

Als Gegenveranstaltung dazu hatte das Bündnis "Schweinfurt ist bunt" ab 10 Uhr eine Demonstration auf dem Schillerplatz mit 100 Teilnehmern angemeldet. Über das Internet hatte außerdem die Würzburger Antifa zum Protest gegen die Veranstaltungen vom "Dritten Weg" und SWADS mobilisiert.

Erhöhte Polizeipräsenz

Wegen der Vielzahl an Versammlungen ist die Polizei am Samstag verstärkt in der Schweinfurter Innenstadt unterwegs. Um einen friedlichen Verlauf der Demonstrationen gewährleisten zu können, wird die unterfränkische Polizei dabei durch die Bayerische Bereitschaftspolizei unterstützt, hieß es in der Mitteilung. Die Polizei appellierte in diesem Zusammenhang an die Teilnehmer der Versammlungen, ihren Protest friedlich und unter Beachtung der Auflagen kund zu tun. Durch die Veranstaltungen könne es auch zu Verkehrsbehinderungen kommen.

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