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S-Bahn-Schubser-Prozess: Verteidigung fordert Bewährungsstrafen | BR24

© dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Verteidiger im S-Bahn-Schubser-Prozess

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S-Bahn-Schubser-Prozess: Verteidigung fordert Bewährungsstrafen

Im Prozess um die tödlichen Stöße am Nürnberger S-Bahnhof Frankenstadion vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth fordern die Verteidiger Bewährungsstrafen wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Die Staatsanwaltschaft plädiert für Haftstrafen.

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Im Prozess um die tödlichen Stöße am S-Bahnhof Frankenstadion in Nürnberg ist heute vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth plädiert worden. Die Verteidiger der Angeklagten forderten Bewährungsstrafen für ihre Mandanten wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Ein Discobesuch endete für zwei Jugendliche tödlich

Angeklagt sind zwei zum Tatzeitpunkt 17-Jährige. Sie hatten zwei 16-Jährige nach einem Discobesuch in das Gleisbett geschubst, ein Zugführer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und der Zug überrollte die Jugendlichen. Schon in ihrer Anklage hatte die Staatsanwaltschaft keinen Tötungsvorsatz erkennen können.

Staatsanwaltschaft sieht keinen Tötungsabsicht, fordert aber Haftstrafen

Vor den Verteidigern hatte die Staatsanwaltschaft plädiert. Sie sieht keine Tötungsabsicht der beiden Angeklagten und forderte eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Nach Ansicht der Anklagebehörde sollen die Angeklagten aber für 3 Jahre und 9 Monate beziehungsweise 4 Jahre und 5 Monate hinter Gitter. Aus Sicht der Anklagebehörde hatten die beiden Jugendlichen den herannahenden Zug nicht wahrgenommen, weshalb kein Tötungsvorsatz vorliege.

Anwälte der Eltern der Getöteten plädieren auf Totschlag

Anders sehen das die Anwälte der Eltern der getöteten 16-Jährigen: Sie fordern eine Verurteilung wegen Totschlags und gehen davon aus, dass die Angeklagten den Tod der Jugendlichen in Kauf genommen und den einfahrenden Zug gesehen haben. Ein Urteil wird am Mittwoch erwartet.

© BR

Im Prozess um die tödlichen Stöße am S-Bahnhof Frankenstadion ist heute vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth plädiert worden. Die Verteidiger der Angeklagten forderten am Nachmittag Bewährungsstrafen.