BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

S-Bahn-Schubser-Prozess: Anklage sieht keinen Tötungsvorsatz | BR24

© BR

S-Bahn-Schubser-Prozess

3
Per Mail sharen
Teilen

    S-Bahn-Schubser-Prozess: Anklage sieht keinen Tötungsvorsatz

    Im Prozess um die tödlichen Stöße am Nürnberger S-Bahnhof Frankenstadion haben die Plädoyers begonnen. Die Forderungen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage unterscheiden sich bezüglich der Tötungsabsicht.

    3
    Per Mail sharen
    Teilen

    Im Prozess um die tödlichen Stöße am S-Bahnhof Frankenstadion in Nürnberg Ende Januar haben nun die Plädoyers am Landgericht Nürnberg-Fürth begonnen. Bei einer Rangelei zwischen zwei Gruppen von Jugendlichen auf dem Bahnsteig nach einem Discobesuch waren drei junge Männer ins Gleisbett gestoßen worden. Ein Zug überrollte zwei von ihnen, der dritte konnte sich mit einem Sprung retten.

    Staatsanwaltschaft: Jugendliche haben den Zug nicht wahrgenommen

    Die Staatsanwaltschaft sieht keine Tötungsabsicht der beiden angeklagten 17-Jährigen, da die beiden Jugendlichen aus ihrer Sicht den herannahenden Zug nicht wahrgenommen hätten. Die Anklagebehörde fordert daher eine Verurteilung wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Demnach sollen die Angeklagten für drei Jahre und neun Monate beziehungsweise vier Jahre und fünf Monate hinter Gitter.

    Nebenklage fordert Verurteilung wegen Totschlags

    Anders sehen das die Anwälte der Eltern der getöteten 16-Jährigen: Sie fordern eine Verurteilung wegen Totschlags und gehen davon aus, dass die Angeklagten den Tod der Jugendlichen in Kauf genommen und den durchfahrenden Zug gesehen hatten.

    Am Nachmittag wollen die Verteidiger der Angeklagten ihre Plädoyers halten. Ein Urteil wird am Mittwoch erwartet.