Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Runder Tisch wegen Conti-Werksschließung in Roding | BR24

© BR

Continental will das Werk in Roding schließen - das wollen Politik, Beschäftigte und Gewerkschaft verhindern. Wirtschaftsminister Aiwanger lädt deshalb zu einem "Runden Tisch" ein, um nach einer Lösung für den Conti-Standort zu finden.

4
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Runder Tisch wegen Conti-Werksschließung in Roding

Continental will das Werk in Roding schließen - das wollen Politik, Beschäftigte und Gewerkschaft verhindern. Wirtschaftsminister Aiwanger lädt deshalb zu einem "Runden Tisch" ein, um nach einer Lösung für den Conti-Standort zu finden.

4
Per Mail sharen
Teilen

Im bayerischen Wirtschaftsministerium in München findet am Montag ein "Runde Tisch" zur geplanten Continental-Werksschließung in Roding im Landkreis Cham statt. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hatte den Runden Tisch angeregt, um doch noch eine Zukunftslösung für den Conti-Standort und die 540 Arbeitsplätze hier zu finden.

Wirtschaftsminister Aiwanger will Standort erhalten

Anfang Oktober hatte Aiwanger erklärt, man "poche darauf", die Arbeitsplätze und den Standort zu erhalten, sonst beschädige Continental sein bisher gutes Verhältnis zum Freistaat Bayern. Das Unternehmen habe Unterstützung vom Freistaat erhalten. Es sei "unanständig", wenn es sich nun "aus dem Staub machen" wolle.

Continental will das Rodinger Werk, in dem bisher vor allem Pumpen für Benzin- und Dieselautos gefertigt werden, bis zum Jahr 2024 schließen. Als Grund nannte Conti unter anderem die nötigen Umstrukturierungen im Konzern weg von Verbrennungsmotoren hin zur Elektromobilität. Von den rund 540 Rodinger Beschäftigten sollen aber rund 200 das Angebot erhalten, an anderen Conti-Standorten weiterzuarbeiten. Der Konzern will weltweit umstrukturieren, wovon insgesamt rund 15.000 Jobs betroffen sind.

Im Werk Roding fordern Belegschaft, Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall den Erhalt des Standorts, zum Beispiel indem man ihn auf Teile für Elektroautos umstellt. Die entsprechenden Mitarbeiterqualifizierungen seien bereits angelaufen. Unterstützung gab es von Seiten der Regionalpolitik. Der Rodinger Bürgermeister und der Chamer Landrat Franz Löffler (CSU) nahmen als Redner an einer Protestdemo gegen die Schließung teil.

Teilnehmer am "Runden Tisch"

Am Runden Tisch am Montag in München, der hinter verschlossenen Türen stattfinden wird, nehmen für das Unternehmen Conti Andreas Wolf, Chef der Sparte Vitesco, teil, für die Staatsregierung neben Wirtschaftsminister Aiwanger auch Finanzminister Füracker und Arbeitsministerin Schreyer. Auch der Chamer Landrat Löffler und der zweite Bürgermeister der Stadt Roding Alfred Reger sind mit dabei.

Nicht eingeladen wurde die IG Metall Regensburg, die sich deshalb "ausgesperrt" fühlt . Man hätte in dem Gespräch zu Lösungen beitragen können, heißt es von dort.