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Hinweis auf Maskenpflicht in Hof

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    Runder Tisch empfiehlt harten Lockdown für Bayern

    Der neu gegründete Runde Tisch zu Corona hat sich bei seiner ersten Sitzung für einen harten Lockdown ab nächster Woche ausgesprochen. Die bisherigen Maßnahmen seien unzureichend, so die Wissenschafter.

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    Von
    • Christoph Dicke

    "Die Hütte brennt", sagte die Vorsitzende des Runden Tisches, die ehemalige evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler nach dem Treffen dem BR. Notfall-Patienten würden bereits in andere Kliniken geflogen. Es käme auch schon zur Triage, "also nicht mehr alle Maßnahmen stehen allen zur Verfügung", so Breit-Keßler.

    Grundschulen und Kitas sollen offen bleiben

    Das Gremium von 15 namhaften Wissenschaftlern unterschiedlicher Fakultäten, das die Staatsregierung in Coronafragen kritisch berät, hält die bisher im Freistaat getroffenen Schutzmaßnahmen für unzureichend. So empfiehlt das Gremium, alle weiterführenden Schulen ins Home-Schooling zu schicken und nur Grundschulen und Kitas geöffnet zu halten. Ferner sollte für das Arbeitsleben ein Homeoffice-Gebot gelten, wo immer dies möglich sei, so Breit-Keßler.

    Generell seien Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Weihnachten solle mit möglichst wenigen Generationen gefeiert werden. Und besonders wenn die Großeltern dabei sind "bitte nur mit FFP2-Maske, mit großem Abstand und ausreichendem Lüften" so Breit-Keßler. Auf die gewohnten Umarmungen solle verzichtet werden.

    Einschränkungen bis April absehbar

    Für die Zeit bis April wird es laut Rundem Tisch je nach Infektionsgeschehen immer wieder Einschränkungen des öffentlichen Lebens geben. "Das wird kein Spaziergang", sagte Breit-Keßler.

    Nachbesserungen für Warn-App gefordert

    Das Expertengremium sprach sich auch für weitere Lockerungen im Datenschutz aus – vor allem bei der Corona-Warn-App. Eine Art Kontakt-Tagebuch solle eingepflegt werden, damit die Nachverfolgung schneller gehe, so Breit-Keßler. Der Schutz von Leib und Leben stehe jetzt im Vordergrund.

    Das erste Treffen des Runden Tisches fand virtuell per Internet statt. Dem Gremium gehören unter anderem der Münchner Soziologe Armin Nessehi, der Bonner Ex-Verfassungsrichter Udo di Fabio, die Münchner Virologin Ulrike Protzer und der Chef des ifo-Instituts, Clemens Fuest, an.

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