Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Rund 240 Flüge am Münchner Flughafen wetterbedingt ausgefallen | BR24

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Auf den Straßen haben die Autofahrer mit Matsch und Eisglätte zu kämpfen. Viele Flugreisende hatten das Nachsehen, denn am Flughafen München sind rund 160 Flüge gestrichen worden. Auch bei der Bahn gab es Probleme.

4
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Bildergalerie
  • Artikel mit Video-Inhalten

Rund 240 Flüge am Münchner Flughafen wetterbedingt ausgefallen

Starke Schneefälle haben am Sonntag zu Verzögerungen auf Straßen und Schienen im südlichen Bayern geführt. Am Flughafen München fielen 240 Flüge aus, eine Lawine verletzte zwei Menschen im Allgäu.

4
Per Mail sharen
Teilen

Erneuter heftiger Schneefall hat den Verkehr im Süden Bayerns am Sonntag ins Stocken gebracht. Laut Deutschem Wetterdienst fielen vor allem an den Alpen örtlich bis zu 30 Zentimeter Neuschnee, im Bayerischen Wald und in der Oberpfalz waren es teilweise bis zu 20 Zentimeter.

Am Flughafen Franz Josef Strauß wirbelte das den Flugplan durcheinander. Von rund 1.000 geplanten Starts und Landungen wurden 240 Flüge gestrichen. Rund 170 Verbindungen waren mehr als eine halbe Stunde verspätet.

Start- und Landebahnen müssen ständig geräumt werden

Immer noch könne man nur auf einer Bahn starten und landen, weil die andere permanent geräumt werden müsse, so ein Sprecher des Airports. Zudem müsse jedes Flugzeug vor dem Start enteist werden. Außerdem habe die Flugsicherung die Kapazität der Bahnen reduziert, was bedeute, dass die Maschinen in größeren Abständen starten und landen.

Auch am Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg fielen wegen des Wetters einzelne Flüge vor allem von und nach München aus.

Probleme auch bei der Bahn

Auch die Bahn kämpfte auf einigen Nebenstrecken mit dem Winter. Weil zu viel Schnee auf den Gleisen lag, standen die Züge rund um Traunstein still. Kalt erwischte es die Bayerische Oberlandbahn: Bei Schnee und Eis war kein Betrieb mehr Richtung Süden - und damit in die beliebten Skigebiete am Brauneck oder am Sudelfeld - möglich. Die Züge pendelten zwischen München und Holzkirchen.

Für die Strecken ab Holzkirchen nach Lenggries, Tegernsee und Bayrischzell kam es zu Streckensperrungen. Noch am Sonntagabend hieß es man arbeite mit "Hochdruck daran die Gleise und Weichen vom Schnee zu befreien". Am Abend soll der Verkehr zwischen Holzkirchen und Lenggries wieder aufgenommen werden. Der Zugverkehr nach Bayrischzell soll spätestens am Montagmorgen wieder laufen. Da Arbeiten noch bis in die Nacht andauern und für den Betriebsstart nach Bayrischzell vielleicht nicht ausreichend Fahrzeuge gebracht werden können, weißt die BOB darauf hin, dass es auch morgen in der Früh noch zu Einschränkungen kommen kann.

Kommende Woche: Sonne statt Schnee

Am Montag ist vorerst Schluss mit Schnee: Die Aussicht auf nächste Woche dürfte vor allem Wintersportler dennoch freuen. "Nachts rechnen wir mit leichtem Frost, tagsüber scheint ab Montag die Sonne", sagte der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Bei Temperaturen von minus einem bis plus fünf Grad werde der Himmel - von Frühnebel abgesehen - im Freistaat weitgehend wolkenlos. Das soll den Experten zufolge bis mindestens Ende der Woche so bleiben.

Zwei Verletzte nach Lawinenabgang im Allgäu

Bei einem Lawinenabgang am Tegelberg bei Schwangau (Landkreis Ostallgäu) sind zwei Menschen leicht verletzt worden. Die Lawine habe am Sonntag eine 56-Jährige aus Kempten und ihren 52 Jahre alten Ehemann erfasst, wie die Polizei mitteilte. Die beiden konnten sich selbst befreien. Sie waren auf einem von Skitourengehern genutzten Weg unterwegs, der von der Lawine auf einer Breite von 30 Metern verschüttet wurde. Weitere Menschen wurden von der Lawine laut Polizei nicht erfasst.

Lawinengefahr im Alpenraum steigt

Im bayerischen Alpenraum ist indes die Lawinengefahr auf Wanrstufe drei von fünf gestiegen. Dies bedeute eine erhebliche Gefahr, teilte der Lawinenwarndienst Bayern mit. Bereits ein einzelner Skifahrer könnte an Steilhängen mittlere Schneebrettlawinen auslösen. Durch die die etwa 30 Zentimeter Neuschnee im Alpenraum sind vereinzelt auch große Lawinen aus lockerem Schnee und Schneebrettlawinen möglich.

© dpa-Bildfunk / Hase

Wetterimpressionen: Eine Frau fotografiert bei Schneefall Enten und einen Schwan am Messesee in München.

© dpa-Bildfunk / Hase

Enten sitzen bei Schneefall auf einer überspülten Stufe am Messesee.

© dpa-Bildfunk / Hase

Ein Auto fährt bei Schneefall auf einer schneebedeckten Straße.

© dpa-Bildfunk / Hase

Ein Auto fährt bei Schneefall auf einer schneebedeckten Straße.

© dpa-Bildfunk / Hase

Eine Frau geht bei Schneefall über Straßenbahngleise und hat einen Regenschirm bei sich.

© BR / Guido Fromm

Einige Fahrradfahrer ließen sich in Regensburg nicht vom Schnee abhalten.

© BR / Guido Fromm

Autofahren war am morgen in manchen Teilen Niederbayerns eine Rutschpartie.

© picture alliance/Stephan Jansen/dpa

Eine Straße zwischen Münsing und Höhenrain in Oberbayern.

© picture alliance/Stephan Jansen/dpa

Eine Straße zwischen Münsing und Höhenrain in Oberbayern.

© aktuellBR24

Ein Auto fährt auf der schneebedeckten A95 bei Seeshaupt.

© BR / Guido Fromm

Der verschneite Fischmarkt in Regensburg.

Vermehrt Verkehrsberhinderungen in Bayern

Autofahrer kamen auf glatten Straßen in der Nacht und am Morgen vielerorts ins Rutschen. Überwiegend blieb es bei Blechschäden. Auf der Autobahn 8 blieben am Morgen am Bernauer Berg Richtung München einige Lastwagen hängen. Größere Staus oder schwere Unfälle wegen des Winterwetters gab es laut Polizei nicht.

Einzelne umgefallene Bäume beschäftigen die Feuerwehren vor allem im südlichen Bereich von Oberbayern, in der Oberpfalz und in Niederbayern - immer wieder mussten deshalb auch Straßen kurzzeitig gesperrt werden. Zwischenzeitlich kam es dadurch auch zu Stromausfällen.

Seit heute Morgen ist die B307 Tatzelwurm - Bayrischzell inzwischen dem Abzweig nach Rosengasse und Bayrischzell wegen Lawinengefahr komplett gesperrt. Auf der Staatsstraße Neuhaus - Spitzingsee herrscht zwischen dem Ende der Straße und Neuhaus in beiden Richtungen Schneekettenpflicht.

Schwerverletzter bei Unfall in Schwaben

Einen größeren Unfall gab es in der Nacht im Allgäu: Auf der Bundesstraße 12 überschlug sich ein Auto. Der Fahrer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Neuschnee macht Skiweltcup unmöglich

Der Herren Weltcup-Riesenslalom in Garmisch-Partenkirchen musste wegen des Neuschnees abgesagt werden. Bereits am Samstag musste schon die Weltcup-Herrenabfahrt ausfallen. Beim König-Ludwig-Lauf dagegen konnten die über 1.000 Langläufer jeden Alters die 50 Kilometer-Strecke absolvieren.