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Run auf den niederbayerischen Berg Dreisessel hält weiter an | BR24

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Die Touristenströme am Dreisesselberg haben zum Verkehrschaos geführt - nun will das Landratsamt mit einer intelligenten Schranke für Ordnung sorgen.

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Run auf den niederbayerischen Berg Dreisessel hält weiter an

Im Bayerischen Wald wird der Dreisesselberg im Landkreis Freyung-Grafenau immer beliebter bei Touristen. Kurz vor Weihnachten gab es dort Verkehrschaos durch Wildparker. Seitdem wurden einige Maßnahmen ergriffen - andere sind noch in der Umsetzung.

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Vor allem am Wochenende zieht es viele Menschen in den Bayerischen Wald. Dabei wird dort ein Berg immer beliebter: der Dreisessel im Landkreis Freyung-Grafenau. Kurz vor Weihnachten brach dort regelrechtes Verkehrschaos aus, weil Wildparker Einsatzkräften den Weg versperrt haben. Einige Maßnahmen sind dort bereits ergriffen worden. Andere sollen noch folgen.

Parkscheinautomat und intelligente Schranke

Das Landratsamt Freuyung-Grafenau will gegen Wildparker und Touristenmassen am Dreisesselberg im Bayerischen Wald vorgehen. Das hat Landratsamtssprecher Karl Matschiner dem Bayerischen Rundfunk gesagt. Demnach werden nach der Wintersaison Parkscheinautomaten am Dreisesselparkplatz eingeführt. Außerdem soll es eine "intelligente Schranke" im Tal geben, die automatisch schließt, sobald alle Parkplätze am Berg belegt sind.

Derzeit regelt die Feuerwehr die Zufahrt zu den Parkplätzen - wenn alle belegt sind, wird keiner mehr durchgelassen und eine Schranke wird aufgebaut. Das sei aber keine Dauerlösung, so Matschiner, deshalb bedarf es neuer Lösungen.

© BR/Sarah Beham

Noch regelt die Feuerwehr mit Schildern den Verkehr am Dreisessel

Panoramablick lockt Besucher an

Der Dreisesselberg ist ein beliebtes Ausflugsziel im Bayerischen Wald - mit dem Auto gelangt man fast bis zum Gipfel. Für rund 200 Autos sind Parkplätze vorhanden, an sonnigen Tagen sind aber über 1.000 Besucher am Berg unterwegs. Der Panoramablick lockt Wanderer, Fotografen oder Skitourengeher nicht nur aus Bayern an, sondern auch aus Österreich und Tschechien.

© BR/Sarah Beham

Ein Schneemann und Panoramablick auf dem Dreisessel

Menschenmassen auch schlecht für die Natur

Touristenmassen sorgen nicht nur für Parkplatzprobleme und Unmut bei den Einheimischen, sondern können auch für die Natur zum Problem werden: Nicht jeder hält sich an die Regeln, viele gehen abseits der ausgeschilderten Wanderwege. Das sei besonders für die geschützten Auerhühner gefährlich, die dadurch aufgeschreckt werden, so Naturpark-Ranger Marco Müller.

© BR/Sarah Beham

Kurz vor Weihnachten brach am Dreisessel regelrechtes Verkehrschaos aus, weil Wildparker Einsatzkräften den Weg versperrt haben. Einige Maßnahmen sind dort bereits ergriffen worden. Andere sollen noch folgen.

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