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Rummelsberger Diakonie: Günter Breitenbach geht in den Ruhestand | BR24

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Günter Breitenbach

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    Rummelsberger Diakonie: Günter Breitenbach geht in den Ruhestand

    Die Rummelsberger Diakonie ist nach eigenen Angaben eine der größten diakonischen Träger in Bayern. Dass das so ist, ist auch ein Verdienst ihres Rektors Günter Breitenbach, der die Diakonie aus der Krise geführt hat. Heute geht er in den Ruhestand.

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    Günter Breitenbach, Vorstandvorsitzender und Rektor der Rummelsberger Diakonie, geht in den Ruhestand. Er hatte sein Amt seit 2011 inne. In seiner Amtszeit hat er sie aus der Krise geführt und neu aufgestellt. Unter ihm wurde das große Sozialunternehmen mit über 300 Millionen Euro Jahresumsatz im Südosten von Nürnberg umbenannt von "Rummelsberger Anstalten der Inneren Mission" in schlicht "Rummelsberger Diakonie".

    Widrige Startbedingungen

    2011 steckten die Rummelsberger Anstalten in einer schweren Krise. Günter Breitenbach, ehemals Diakon aus Unterfranken, beginnt in einem Sozialunternehmen mit großen Problemen. Sein Vorgänger hatte nach einem Jahr wegen interner Querelen das Handtuch geworfen. Der Vorvorgänger stand damals unter Anklage wegen Körperverletzung.

    Neun Jahre später

    Innerhalb von neun Jahren schafft es Breitenbach, die Rummelsberger wieder in ruhigere Fahrwasser zu führen und das Unternehmen umzustrukturieren. Von einem Träger mit vorwiegend stationären Angeboten hat sich die Rummelsberger Diakonie zu einem Träger entwickelt, der dezentraler aufgestellt ist.

    In ganz Bayern aktiv

    In den etwa 225 Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, Flüchtlinge, Senioren und Menschen mit Behinderung in Bayern sind fast 6.000 Mitarbeiter beschäftigt. Unter Breitenbach ist die evangelische Fachakademie mit 250 Studierenden eine Einrichtung der Rummelsberger geworden. Außerdem wurde das Wichern-Institut für diakonische Praxisforschung und Konzeptentwicklung geschaffen.

    Geistlicher Kern des Sozialunternehmens sind die 1.700 in der Rummelsberger Brüderschaft zusammengeschlossenen Diakone und die knapp 300 Frauen zählende Gemeinschaft der Diakoninnen, die es seit 1982 gibt. Ungefähr 720 Diakone und Diakoninnen sind im aktiven Dienst.