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Ruhige Ostertage mit wenigen Corona-Verstößen in Bayern | BR24

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Ruhige Ostertage mit wenigen Corona-Verstößen

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    Ruhige Ostertage mit wenigen Corona-Verstößen in Bayern

    In weiten Teilen Bayerns verlief das Osterwochenende weit ruhiger und unaufgeregter als von der Polizei befürchtet. Auch Innenminister Herrmann lobte die Einhaltung der Corona-Regeln an den Feiertagen.

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    Von
    • Petra Zimmermann

    Auch an Ostern galten in Bayern wieder strenge Corona-Beschränkungen. Der Polizeibilanz zufolge gab es jedoch bei Kontrollen an den besonders beliebten Ausflugszielen im Freistaat keine Probleme.

    Herrmann: "Corona-Regeln wurden vorbildlich eingehalten"

    Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zog ein positives Fazit und lobte die Menschen für ihre Einsicht: "Die Corona-Regeln wurden am langen Osterwochenende vorbildlich eingehalten". Die allermeisten Menschen hätten den Ernst der Lage erkannt und trotz des schönen Osterwetters die Schutzmaßnahmen beachtet. Verstöße habe es vor allem in der Partyszene gegeben, sagte Herrmann, zumeist gegen die Kontaktbeschränkungen oder gegen die in Teilen des Freistaates geltende nächtliche Ausgangssperre.

    Schwaben: Andrang an Ausflugszielen hielt sich in Grenzen

    Besonders im Allgäu hatte die Polizei im Vorfeld mit großem Andrang gerechnet und das Personal rund um die Feiertage deutlich aufgestockt. Doch das Gegenteil trat ein: So lag die Parkplatz-Auslastung etwa in Pfronten oder Füssen bei lediglich zehn bis maximal 50 Prozent. Der Ostersonntag sei bei Weitem nicht so besucherstark gewesen wie befürchtet, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Südwest.

    Selbst an Hotspots wie Schloss Neuschwanstein oder dem Hopfensee hielt sich der Andrang in Grenzen, die Spaziergänger zeigten angesichts der hohen Corona-Inzidenz im Ostallgäu zudem Verständnis für die Maskenpflicht. Am gestrigen Ostermontag sei laut Polizei dann "gar nichts mehr los gewesen". Die unangenehme Kälte und der starke Wind habe die Leute aus den Bergen ferngehalten.

    Auch im restlichen Schwaben verlief das Osterwochenende ruhiger als erwartet. So wurden in Augsburg lediglich kleinere Verstöße im privaten Bereich oder an Spielplätzen gemeldet – in Neu-Ulm zwei Treffen der lokalen Auto-Tuning-Szene aufgelöst. Hier sprach die Polizei von etwa 100 Autos und 200 Personen.

    Oberbayern: Party im Parkhaus und Angriff auf Polizei

    Auch die Polizei im südöstlichen Oberbayern zieht eine positive Bilanz des langen Osterwochenendes. Nur "vereinzelt" seien Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz geahndet worden. In zehn Fällen mussten die Beamten Hinweisen auf größere Menschenansammlungen oder Privatfeiern nachgehen - teilweise folgten Anzeigen.

    So waren etwa mehrere Polizeistreifen im Einsatz, um am Donnerstagabend eine Feier mit 18 Gästen in einem Hotel in Königsdorf, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, aufzulösen. In Bad Tölz wurde die Polizei am Freitagmorgen zu einer mutmaßlichen Party in einem Parkhaus gerufen - acht Personen wurden aufgegriffen, ein alkoholisierter 18-Jähriger musste ins Krankenhaus gebracht werden. Was in dem Parkhaus wirklich los war, soll in den nächsten Tagen die Auswertung der Überwachungskameras zeigen.

    Zudem löste die Polizei Wolfratshausen am Sonntagnachmittag eine kleine Grillfeier in den Isarauen auf. Einen 43-Jährigen erwartet jetzt zudem ein Strafverfahren, weil er Polizisten angegriffen und beleidigt hat. Er hatte versucht, einen Stein auf die kontrollierenden Beamten zu schleudern. Gemeinsam mit einem zweiten Mann war dem laut Polizei stark Angetrunkenen zunächst die Flucht gelungen, die beiden wurden jedoch kurz darauf von mehreren Streifen angehalten und überwältigt. Die Polizisten setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein.

    Viele Regionen in Bayern mit Inzidenzen über 100

    Die Maßnahmen fallen im Freistaat regional weiterhin unterschiedlich aus - abhängig von den Inzidenzwerten. Bayernweit steigt die Zahl der Neuinfektionen seit einiger Zeit wieder deutlich an. Viele Landkreise und kreisfreie Städte haben den kritischen Inzidenzwert von 100 überschritten. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte die Bürger deshalb an Ostern zum Verzicht auf Ausflüge und Treffen und zur Vorsicht aufgerufen.

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