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Regensburger Rathausschild

Gestern Abend kamen die Regensburger Stadtpolitiker zu einem außerordentlichen Krisentreffen zusammen. Margit Kunc, Fraktionsvorsitzende der Regensburger Grünen im Stadtrat, fordert ausdrücklich den Rücktritt des Oberbürgermeisters. Horst Meierhofer (FDP) legt Wolbergs ebenfalls den Rücktritt nahe und auch Freie-Wähler-Chef Ludwig Artinger, geht davon aus, dass die Tage von Wolbergs gezählt sind.

"Aus meiner Sicht ist es unvorstellbar, dass vor dem Hintergrund eines solchen Tatvorwurfs jemand weiterhin das Amt eines Oberbürgermeisters ausübt." Ludwig Artinger (Freie Wähler)

SPD-Fraktionschef Hartl räumt seinen Posten vorzeitig. Statt wie geplant im April soll schon im Februar ein neuer Fraktions-Vorsitzender gewählt werden.

Pronold will Verfahren abwarten

Bayerns SPD-Chef Pronold aus Deggendorf sagte gestern bei "kontrovers" im BR-Fernsehen, er habe Wolbergs zwar schon zu Beginn der Affäre geraten, politische Konsequenzen zu ziehen. Jetzt könne Wolbergs aber auch den Ausgang des Strafverfahrens abwarten.

"Er hat uns gegenüber zum Ausdruck gebracht, dass er sich nichts vorzuwerfen hat. Bis das Verfahren abgeschlossen ist, finde ich es nur fair, dass man das einem Beschuldigten gegenüber auch einräumt und dass man erst dann über Konsequenzen redet, wenn man weiß, was Sache ist." Florian Pronold (SPD)

Die Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft wirft Wolbergs Bestechlichkeit vor, einem Bauunternehmer Bestechung und einem weiteren Beschuldigten Beihilfe zur Bestechung, jeweils in besonders schweren Fällen. Die beiden Männer wurden ebenfalls verhaftet und sitzen nun in U-Haft.