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Rücksicht auf Wildtiere in Wald und Natur | BR24

© BR/Rupert Waldmüller

Im Frühjahr sind viele Menschen in der Natur unterwegs, während der Corona-Krise sogar noch mehr als sonst. Doch das ist eine Gefahr für die Wildtiere, etwa für die Rehe. Bei ihnen hat die Brut- und Setzzeit begonnen.

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Rücksicht auf Wildtiere in Wald und Natur

In der Corona-Krise zieht es immer mehr Menschen hinaus in die Natur. Das birgt aber auch ein Risiko für die Wildtiere, von denen viele derzeit ihre Jungen bekommen. Auch die Spaziergänger sollten Rücksicht nehmen auf die Tiere, bitten die Jäger.

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© BR/Rupert Waldmüller

Viele Spaziergänger in der Natur bedeuten auch eine Gefahr für die Wildtiere, die jetzt Nachwuchs bekommen. Was die Jäger Isabel Koch und Roland Schörkhuber aus Schwangau sagen.

Wer jetzt im Frühjahr in Wald und Flur unterwegs ist und sich so wie die beiden Jäger Isabel Koch und Roland Schörkhuber aufmerksam umschaut, kann die Jungtiere entdecken - am besten natürlich mit dem Fernglas aus respektvoller Distanz.

Zwei Rehkitze mitten in der Wiese

Mitten in der Wiese liegen zwei Rehkitze, die Geis hat sie vor zwei Tagen gesetzt. Gut versteckt sind die Kleinen, vom Weg aus sind nur die Mutter und das einjährige Geschwister-Reh zu sehen. Aber näher ran sollte man auf keinen Fall. Denn das Frühjahr jetzt ist für die Wildtiere eine sehr sensible Zeit, sagt Jägerin Isabel Koch, und die Natur ist gerade eine wilde Kinderstube.

Besucher sollten unbedingt auf den Wegen bleiben

Die Brut- und Setzzeit hat begonnen. Alle Tiere haben Nachwuchs und gerade deswegen ist es so wichtig, dass man die Lebensräume der Wildtiere respektiert und die Tiere nicht stört in dieser Aufzuchtzeit, sagen die beiden Jäger. Beim Spaziergang in der Natur sollten die Besucher deshalb jetzt unbedingt auf den Wegen bleiben, um die Wildtiere nicht unnötig unter Stress zu setzen. Hunde sollten in jedem Fall an die Leine.

Die Eltern der Jungtiere sind in der Nähe

Immer wieder stoßen Spaziergänger und Wanderer auch auf Kitze, die einsam in der Wiese liegen. Das ist aber ganz normal, sagt die Jägerin. Die Tiere sollte man auf gar keinen Fall anfassen. Die Eltern sind garantiert in der Nähe. Sie wollen nur keine Feinde auf die Kleinen aufmerksam machen und halten deshalb Abstand.

Wildtiere auf keinen Fall berühren oder mitnehmen

Auf keinen Fall sollte man nahe rangehen und das Wildtier berühren oder sogar mitnehmen. Das Muttertier wird es dann nicht mehr annehmen, denn das Jungtier riecht nach Mensch. Das Jungtier wäre damit zum Tode verurteilt.

Abstand halten ist das Gebot der Stunde

Wer Wildtiere aus sicherer Distanz beobachten will, sagt Jägerin Isabel Koch, der sollte in versteckte Ecken schauen, an Waldrändern. Eben dorthin, wo sich Wildtiere verstecken könnten. Und wie das mit dem Abstand halten geht, weiß spätestens seit Corona ja jeder.

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