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Rückkehr zu "anspruchsvollem G9" | BR24

© pa/dpa

Schüler vor Tafel mit G8/G9-Aufschrift

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    Rückkehr zu "anspruchsvollem G9"

    Wenige Tage vor Schulbeginn fordert der Präsident des deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus aus Ergolding (Lkr. Landshut), eine Rückkehr zum G9 an den bayerischen Gymnasien. Allerdings sollen die Inhalte nicht einfach gestreckt werden.

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    Zwölf Jahre lang habe man eine Reform der Reform der Reform gehabt, so Kraus im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk. Statt zu sagen, dass die Einführung des G8 ein Fehler war, überlasse man nun den Schulen die Wahl zwischen einem acht- und einem neunjährigen Gymnasium.

    "Das kann schon deswegen nicht funktionieren, weil es nur ganz wenige Schulen in der Größenordnung 1.200 Schüler aufwärts gibt, die beides zugleich anbieten können. Vor allem die Schulen auf dem flachen Land müssen sich dann für eine bestimmte Form entscheiden, das wird wahrscheinlich mit etwa 75 Prozent der Elternstimmen das G9 sein. Dann bleiben aber trotzdem 25 Prozent der Eltern enttäuscht zurück, weil sie G8 haben wollten." Josef Kraus, Präsident des deutschen Lehrerverbands

    "Angereichertes" G9

    Der Lehrerverbandspräsident würde sich ein inhaltlich und stundenmäßig angereichertes G9 wünschen. Er warnt davor, die Inhalte des G8 einfach auf neun Jahre zu strecken. Das wäre eine Leichtgewichtsversion von Gymnasium, so Kraus. Denn schon jetzt sei das bayerische Abitur nicht mehr das strengste und anspruchsvollste in Deutschland, kritisiert der Lehrerverbandspräsident.

    G9-Grundsatzentscheidung

    Das bayerische Kabinett hatte zuletzt eine Grundsatzentscheidung getroffen: G8 und G9 sollen demnach parallel existieren. Die Schulen sollen selbst entscheiden. Die entsprechenden Rahmenbedingungen für das System müssen nun erst entwickelt werden. Frühestens zum Schuljahr 2018/2019 könnten die Veränderungen in Kraft treten.