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Rückkehr der Erstklässler: Auf geht's zum Händewaschen | BR24

© picture alliance/KEYSTONE

Symbolbild: Kinder beim Händewaschen

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    Rückkehr der Erstklässler: Auf geht's zum Händewaschen

    Auch die Kleinsten müssen die Corona-Regeln in der Schule verstehen. Lehrer sollen die Erstklässler nach ihrer Rückkehr auf Abstand halten und regelmäßig zum Händewaschen schicken. Zudem gilt: Desinfektionsmittel nur im Notfall verwenden.

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    Von heute an dürfen die Erstklässler wieder zur Schule. Die Grundschulen in Bayern sind auf die Rückkehr vorbereitet: Bodenmarkierungen für die Einbahnregelungen in engen Fluren, wenige Tische in den Klassenräumen, an denen jeweils nur ein Kind sitzt, und gefüllte Seifenspender an den Waschbecken. In den Hygienerichtlinien des Kultusministeriums wird betont, wie wichtig gute Handhygiene sei, zur Verwendung von Desinfektionsmittel wird nicht geraten, bzw. sogar davon abgeraten.

    Wasser und Seife ist für die Kinderhände ausreichend

    Zu Recht, sagen Mediziner, außerhalb des Klinikbereichs seien Wasser und Seife nach wie vor die besten Mittel gegen das Corona-Virus. Nur wenn es keine Möglichkeit zum Händewaschen gebe, seien Desinfektionsmittel eine sinnvolle Alternative, betont Dr. Beatrice Grabein, Leiterin der Krankenhaus-Hygiene im Uniklinikum Großhadern. Und selbst im Klinikbereich würden im Normalfall nur "begrenzt viruzide" Mittel eingesetzt, um alle relevanten Keime einschließlich des neuen Corona-Virus abzutöten.

    Besonders Kinder mit Neurodermitis im Auge der Lehrkräfte

    Kinderhände sollten mit den Mitteln nur im Notfall in Kontakt kommen, schließlich handle es sich um Chemikalien, sagt Beatrice Grabein. Die Gefahr, dass die aktuell gründliche Handreinigung Allergien auslösen könnte, schätzen Kinder- und Hautärzte als gering ein. Problematisch könne der häufige Kontakt mit Wasser und Seife allerdings für Kinder mit Neurodermitis-Neigung sein, warnt Dr. Erika von Mutius von der Asthma- und Allergieambulanz des Haunerschen Kinderspitals in München. Die Eltern von Asthmatiker-Kindern beruhigt sie: "Diese Kinde können genauso zur Schule gehen, wie alle anderen. Asthma erhöht das Risiko einer Covid-19-Ansteckung nicht."

    Auch das Erkrankungsrisiko der Kinder insgesamt schätzt von Mutius als gering ein. "Wir hatten hier kaum Fälle in der Klinik und die wenigen hatten einen guten Verlauf." Ein großer Wunsch vieler Lehrerinnen in diesen Tagen bleibt jedoch unerfüllt: warmes Wasser aus allen Wasserhähnen.

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