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Rückblick: Das Jahr 2019 in Oberbayern | BR24

© BR/Felix Hörhager

Zum Jahreswechsel 2019/2020 gibt es in der Münchner Altstadt ein Feuerwerksverbot - gefeiert werden darf trotzdem.

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Rückblick: Das Jahr 2019 in Oberbayern

Schneeberge im Januar, Hagelsturm im Juni, Streiks in den Städten: 2019 stand im Zeichen des Wetters und des Klimawandels. Doch auch royaler Glanz war dabei. Ein Überblick über die Themen des Jahres in Oberbayern.

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© BR/Martin Binder

Die Schneemassen forderten auch die Bundeswehr. Wie hier in Berchtesgaden schaufelten Soldaten Dächer frei, um sie vor dem Einsturz zu bewahren.

© dpa/Felix Hörhager

Wie nach einem Bombenangriff sah es nach einem Hagelsturm in Germering im Juni aus. Hausfassaden, Autos und Fensterscheiben wurden zerstört.

© dpa/Matthias Balk

Immer wieder gingen zehntausende Menschen im Jahr 2019 auf die Straße: für den Klimaschutz, gegen Mietwucher oder gegen Rassismus.

© dpa/Stefan Puchner

2019 war für Audi kein gutes Jahr. In der Diesel-Affäre kamen weitere Details ans Licht. Außerdem werden tausende Arbeitsplätze wegfallen.

© Matthias Balk/dpa

Prinz Charles und Herzogin Camilla machten während ihres Deutschland-Besuchs im Mai einen Abstecher auf den Bio-Hof in Herrmannsdorf bei Glonn

© BR/Sylvia Bentele

Im Dezember trat die MVV-Tarifreform in Kraft - nach Jahren der Planung. Die Tarife sollen einfacher und für viele auch billiger werden.

Zu viel Weiß im Winter

Katastrophenfall im kompletten südlichen Oberbayern, Orte, die tagelang nicht erreichbar waren, Dächer und Bäume, die unter der Schneelast zusammenbrachen, tagelange Schulausfälle und die Bundeswehr, die schaufeln helfen musste: Der Januar brachte so viel Schnee wie seit Langem nicht mehr. Erst nach knapp zwei Wochen entspannte sich die Lage.

Zerstörerischer Hagel im Sommer

Mit Extremwetter ging es im Sommer weiter: Im Juni fegte ein Hagelsturm über den Großraum München und richtete enorme Zerstörungen an. Tischtennisballgroße Hagelkörner zerschlugen Fenster und Autoscheiben und fetzten Blätter von den Bäumen; der Sturm deckte Dächer ab und entwurzelte Bäume.

Zehntausende streiken fürs Klima

Im Mai, im September und im November folgten allein in München mehrere zehntausend Menschen dem Streik-Aufruf von „Fridays for future“. Es sind längst nicht mehr nur Schüler, die für Klimaschutz demonstrieren, sondern auch „Parents for future“, „Omas for future“ und Menschen jeden Alters. Für den Klimaschutz, gegen Mietwucher, gegen Rassismus: 2019 gab es viele Gründe, zu demonstrieren – und viele Bürger, die von diesem Recht Gebrauch gemacht haben.

Audi in der Krise

Anfang Juli deckten Recherchen des BR und des Handelsblatts auf, dass das Ausmaß der Dieselaffäre bei Audi größer war als bisher bekannt. Danach hat der Ingolstädter Autbauer in zahlreichen Dieselmodellen wohl nicht nur eine, sondern meist vier Abschalteinrichtungen genutzt. Anfang Dezember wurde zudem bekannt, dass in den nächsten fünf Jahren fast 10.000 Stellen in Ingolstadt und Neckarsulm wegfallen werden. Ex-Audi-Chef Rupert Stadler wartet derweil auf seinen Prozess – die Staatsanwaltschaft hat im Juli Anklage erhoben.

Die Royals zu Besuch

Im Mai kamen der britische Thronfolger Charles und seine Frau Camilla für vier Tage nach Deutschland. Sie besuchten Berlin, Leipzig, München – und die Herrmannsdorfer Landwerkstätten bei Glonn im Landkreis Ebersberg. Charles, selbst erfolgreicher Biobauer, ließ sich den ökologischen Betrieb zeigen, während Camilla in München die gemeinnützige Einrichtung IMMA besuchte, eine Anlaufstelle für Mädchen und junge Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind. Außerdem standen auf dem Programm: Roter Teppich vor der Residenz, Staatsbankett mit Ministerpräsident Markus Söder und ein Besuch im Hofbräuhaus – zum Seniorentanz.

Neue Tickets und Tarife im Münchner Nahverkehr

Mehrere Jahre hat die Planung gedauert, kurz vor Jahresende war es so weit: Am 15. Dezember trat beim Münchner MVV die große Tarifreform in Kraft. Weniger kompliziert und für viele Dauerkartenbesitzer billiger soll das neue Tarifsystem für S- und U-Bahn, Bus und Tram sein. Und 2020 gibt es noch mehr Neues: Frauen bekommen zukünftig fünf-Euro-Gutscheine für eine nächtliche Taxifahrt nach Hause, und ab Sommer soll das 365-Euro-Ticket für Schüler und Azubis kommen.