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Rückbau am AKW Gundremmingen - Was passiert mit dem Müll? | BR24

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Am Atomkraftwerk Gundremmingen läuft der Rückbau von Block B und dabei fällt jede Menge Müll an. Ein Teil wird entsorgt oder wiederverwertet. Radioaktiver Müll dagegen wird in Mitterteich und bis 2046 in Gundremmingen selbst zwischengelagert.

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Rückbau am AKW Gundremmingen - Was passiert mit dem Müll?

Am Atomkraftwerk Gundremmingen läuft der Rückbau von Block B und dabei fällt jede Menge Müll an. Ein Teil wird entsorgt oder wiederverwertet. Radioaktiver Müll dagegen wird in Mitterteich und bis 2046 in Gundremmingen selbst zwischengelagert.

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Block C des Atomkraftwerks Gundremmingen bleibt nach aktuellem Stand noch bis Ende 2021 in Betrieb. Block B dagegen ist seit rund eineinhalb Jahren abgeschaltet. Seit März liegt die Genehmigung zum Rückbau des AKW-Blocks vor. Stück für Stück wird der Meiler nun auseinandergenommen. Der nukleare Bereich, also der Bereich um den Reaktordruckbehälter, soll bis 2035 verschwunden sein.

"Freigemessener Müll" aus Atomkraftwerk wird entsorgt

Beim Rückbau von Block B fällt jede Menge Müll an. Der Großteil davon ist Industriemüll und Bauschutt. Teils wird er dekontaminiert, teils war er nie radioaktiv belastet. Er wird freigemessen. Gilt der Müll aus dem Atomkraftwerk nach der Messung nicht als radioaktiv, kann er in der Müllverbrennungsanlage in Weißenhorn oder auf einer Bauschutt-Deponie entsorgt werden. Wertvollere Materialien etwa aus Rohren und Leitungen des AKW werden wiederverwertet.

Teile des radioaktiven Mülls kommen ins Zwischenlager Mitterteich

Schwach bis mittelgradig radioaktiver Müll aus dem Atomkraftwerk Gundremmingen wird derzeit ins Zwischenlager nach Mitterteich in der Oberpfalz gebracht. Später sollen er in das geplante Endlager im Schacht Konrad in Salzgitter kommen. Bayerns Umweltminister Glauber setzt darauf, dass dieses Endlager 2027 in Betrieb sein wird.

Keine grüne Wiesen an Stelle des AKW in Gundremmingen

Die sprichwörtliche "grüne Wiese" wird es dort, wo in Gundremmingen jetzt noch ein Atomkraftwerk steht, am Ende nicht geben. Zum einen ist der Abbau der riesigen Kühltürme zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geplant. Auch die Verwaltungsgebäude des AKW sollen stehen bleiben und umgewidmet werden. Zum anderen bleiben hochradioaktive Abfälle bis auf weiteres vor Ort. Fünf Jahre lang müssen Brennstäbe nach der Nutzung zum Abkühlen im Abklingbecken liegen. Frühestens im Jahr 2023 können deshalb die letzten Brennstäbe in Castoren geladen und in ein Zwischenlager gebracht werden. Noch bis 2046 läuft die Genehmigung für das Zwischenlager am AKW in Gundremmingen selbst. Ein Endlager, in das der Müll danach gebracht werden könnte, ist noch nicht in Sicht.