Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Rosenheim verlangt Stopp der Ausbaupläne für den Brennerzulauf | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Der Rosenheimer Stadtrat fordert einen Planungsstopp in Sachen Ausbau Brennerzulauf. Einstimmig verabschiedete er am Abend eine dementsprechende Resolution. Die Planungen sollen aufhören, bis die Notwendigkeit einer Neubautrasse dargelegt wird.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Rosenheim verlangt Stopp der Ausbaupläne für den Brennerzulauf

Der Rosenheimer Stadtrat fordert einen Planungsstopp in Sachen Ausbau Brennerzulauf. Einstimmig verabschiedete er am Abend eine dementsprechende Resolution. Die Planungen sollen aufhören, bis die Notwendigkeit einer Neubautrasse dargelegt wird.

Per Mail sharen

Die Planungen sollen nicht fortgesetzt werden, bis die Notwendigkeit einer Neubautrasse dargelegt wird. Wie Oberbürgermeisterin Gabi Bauer in der Sitzung andeutete, könnte dies sogar bald geschehen: Nach ihren Angaben wird der Bundesverkehrsminister Anfang 2019 nach Rosenheim kommen und entsprechende Zahlen vorlegen.

Gemeinden wollen Fakten dargelegt bekommen

Gemeinden und Bürgerinitiativen pochen bereits seit längerem auf Zahlen, die belegen, dass eine neue Eisenbahntransitstrecke im Raum Rosenheim wirklich notwendig ist. Mit seiner Resolution schließt sich der Rosenheimer Stadtrat nun dieser Forderung an. Eine Neubautrasse auf dem Gebiet der Stadt wird abgelehnt, Zulaufverkehr auf der Bestandsstrecke durch die Stadt wird ebenfalls abgelehnt, auch wenn der Ausbau mit Lärmschutzmaßnahmen verknüpft wäre, heißt es in der Resolution weiter. Sie geht nun auch an die Mandatsträger, an das Bundesverkehrsministerium und an die Deutsche Bahn.

Schwere Einigung

Leicht taten sich die Rosenheimer Stadträte bzw. die verschiedenen Fraktionen nicht, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Eineinhalb Stunden wurde um Formulierungen und Inhalte gerungen. Zu der Sitzung waren viele Rosenheimer Bürger gekommen, alle Plätze auf den Besucherbänken waren belegt.

Mehr als 150 Vorschläge für Trassenverlauf

Für den Verlauf der neuen Zugstrecke beim Brenner-Nordzulauf hat die Bahn schon über 150 Vorschläge von Bürgern erhalten. Die Strecke soll frühestens in den 2030er Jahren fertig werden. Damit rechnet die Bahn.  Die Vorschläge der Bürger reichen von einem Tunnel zwischen München und Kufstein bis hin zur Umfahrung einzelner Gemeinden. Das will zum Beispiel die Bürgerinitiative Großkarolinenfeld. Die lädt am Mittwochabend zu einem Informationsabend in der Gemeinde bei Rosenheim. Dabei wollen die Bürger über den Streckenverlauf und die Folgen für die Immobilienwerte diskutieren.

Vorschläge per Email oder persönlich einreichen

Noch bis Ende des Jahres nimmt die Bahn neue Vorschläge für die Trasse entgegen - auf der Website im Internet, per E-Mail oder persönlich im Informationsbüro in Rosenheim.