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Rosenheim gibt deutlich mehr Geld für den Busverkehr aus | BR24

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Der Landkreis Rosenheim investiert in den Ausbau des Busverkehrs.

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Rosenheim gibt deutlich mehr Geld für den Busverkehr aus

Rund zwei Millionen Euro will der Landkreis Rosenheim im kommenden Jahr in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs investieren – fünfmal so viel wie bisher. Doch es gibt auch Kritik an den Ausbauplänen.

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Der öffentliche Nahverkehr im Landkreis Rosenheim soll besser werden. Der Kreisausschuss hat dem neuen Nahverkehrsplan zugestimmt und wird im kommenden rund zwei Millionen Euro in den Ausbau des ÖPNV investieren. Das ist das Fünffache der bisherigen Summe.

Mehr Busse für den Landkreis Rosenheim

Der stellvertretende Landrat Josef Huber sprach von einem "neuen Zeitalter im ÖPNV". Nach und nach sollen die Verbesserungen, die ein Planungsbüro erarbeitet hat, umgesetzt werden. Vorgesehen sind zum Beispiel ein Halbstundentakt zwischen Stephanskirchen und Rosenheim oder ein Stundentakt zwischen Wasserburg und Rosenheim. Für die Gemeinde Samerberg soll ein Shuttlebus eingerichtet werden. Ziel ist auch mehr Busverkehr im Norden des Landkreises, im Wasserburger Land.

Rosenheimer Verkehrsgesellschaft schreibt die Fahrpläne

Um den Ausbau zu organisieren, bekommt die Rosenheimer Verkehrsgesellschaft (RoVG) jetzt mehr Personal. Der Nahverkehrsplan sieht insgesamt 50 Maßnahmen vor. Mit die größten Veränderungen bringen die neuen Fahrpläne, die RoVG künftig schreiben wird und nicht mehr das jeweilige Busunternehmen. Derzeit sind 60 Buslinien in Eigenregie im Landkreis unterwegs.

Kritik der heimischen Busunternehmen

Die sieben heimischen Busunternehmen sind davon nicht begeistert und fürchten um ihre Eigenständigkeit und Eigenwirtschaftlichkeit, denn der Nahverkehrsplan sieht auch vor, einzelne Linien zu bündeln und dann europaweit auszuschreiben. Dazu hieß es heute im Kreistag: "Konkurrenz belebt das Geschäft". Betont wurde aber ein Miteinander mit den mittelständischen Busunternehmen. "Wir wollen gesunde Strukturen nicht an die Wand fahren", so Landrat Huber.