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Röttingen: Ambulanter Pflegedienst kämpft um Schutzausrüstung | BR24

© Frank Breitenstein/BR-Mainfranken

Wie viele andere ambulante Pflegedienste führt die Sozialstation der Caritas in Röttingen täglich einen Kampf um Schutzkleidung. Doch gerade ambulante Pflegedienste müssen ihre Mitarbeiter schützen, um Corona nicht von Haushalt zu Haushalt zu tragen.

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Röttingen: Ambulanter Pflegedienst kämpft um Schutzausrüstung

Wie viele andere ambulante Pflegedienste führt die Sozialstation der Caritas in Röttingen einen täglichen Kampf um Schutzkleidung. Gerade solche Dienste müssen ihre Mitarbeiter schützen, um das Corona-Virus nicht von Haushalt zu Haushalt zu tragen.

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Die Sozialstation der Caritas in Röttingen führt wie viele andere ambulante Pflegedienste täglich einen Kampf um Schutzkleidung. Gerade die ambulanten Pflegedienste müssen sich und damit ihre Patienten schützen, um Corona nicht von Haushalt zu Haushalt zu tragen. Doch der Markt ist fast leer, die Preise explodieren und auch der Katastrophenschutz der Landkreise ist nur selten eine Hilfe. Noch ist der Versorgungsengpass mit Schutzkleidung für medizinisches Personal nicht dauerhaft behoben. Die ambulanten Pflegedienste spüren noch nichts von einer Verbesserung der Lage.

Mitarbeiter des Pflegediensts müssen geschützt werden

Alexander Bucherer, der Leiter der Caritas-Sozialstation St. Kunigund in Röttingen, hat in den vergangenen Wochen ans Landratsamt Würzburg viele Anträge auf Schutzausrüstung für seine 39 ambulanten Pflegekräfte geschrieben. Seine Kollegen besuchen täglich mehr als 200 Pflegebedürftige in Röttingen und Umgebung. Infektionsschutz hat deshalb für Alex Bucherer oberste Priorität. Und weil der Nachschub noch immer begrenzt sei, wäre die Caritas-Sozialstation wochenlang nicht berücksichtigt worden, so Buchner.

Probleme bei der Materialbeschaffung

Im Landratsamt Würzburg leitet Eva-Maria Löffler die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landkreis Würzburg und koordiniert die Maßnahmen in Sachen Coronavirus. Sie räumt ein, dass die Materialbeschaffung anfänglich schleppend begann, weil der Markt leer war. Und weil der Nachschub noch immer begrenzt sei, hätte man sich an die Proritätenliste des bayerischen Gesundheitsministeriums gehalten. Ambulante Pflegedienste wären da nicht an erster Stelle aufgeführt. "Nach dieser Liste wird jeden Tag eruiert, wer die Schutzausrüstungsgegenstände, die wir haben, bekommen kann", erklärt Löffler und fährt fort: "Da kann es natürlich auch einmal passieren, dass ein Antrag zwei- oder dreimal gestellt werden muss, weil jeden Tag eruiert werden muss: wer ist jetzt derjenige, der am meisten Bedarf hat."

Anfangsschwierigkeiten bei der Bestellung

Bucherer hatte anfänglich übersehen, dass man unbestätigte Anforderungen ans Landratsamt täglich wiederholen muss. Mittlerweile wurde die Caritas-Sozialstation St. Kunigund mit Schutzausrüstung versorgt. "Jetzt kriegen wir – wenn wir bestellen – auch vom Katastrophenschutz in Würzburg unsere Lieferungen. Da kann man sich im Moment nicht beschweren; jetzt funktioniert's", resümiert Buchner.

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