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Rodungsarbeiten für geplante Bauschuttdeponie an B304 | BR24

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Bildrechte: Günther Kleitsch

Während an der B304 mit Rodungsarbeiten begonnen wurde, versammelten sich Vertreter einer Bürgerinitiative zum spontanen Protest.

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    Rodungsarbeiten für geplante Bauschuttdeponie an B304

    Die geplante Bauschuttdeponie an der B304 bei Wasserburg am Inn ist hochumstritten. Trotzdem haben nun die Rodungsarbeiten begonnen. Eine Bürgerinitiative wehrt sich dagegen. Unterstützt werden die Bürger von zwei Landtagsabgeordneten der Grünen.

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    Von
    • Dagmar Bohrer-Glas

    An der geplanten Bauschuttdeponie an der B304 bei Wasserburg am Inn/ Babensham haben Rodungsarbeiten begonnen. Spontan haben sich Vertreter der Bürgerinitiative Wasserburger Land (BI) eingefunden, die gegen die geplante Deponie und gegen die geplante Rodung kämpft.

    Vor Ort waren zunächst nur fünf Bürger, allerdings wurden noch mehr erwartet, so ein Sprecher der Bürgerinitiative. Da er sich zwischen die Maschinen und die Bäume gestellt habe, sei die Wasserburger Polizei gerufen worden. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bestätigt den Einsatz vor Ort. Es gebe eine Spontanversammlung.

    Rodungsarbeiten werden offenbar heute schon beendet

    Die Rodungsarbeiten laufen und werden noch heute beendet werden können, schätzt der BI-Sprecher. Gerodet wird ein schmaler Streifen Staatswald auf Antrag einer privaten Firma, der Firma Zosseder, die auch die geplante Deponie betreiben möchte. Hintergrund ist die Verlegung eines Parkplatzes an der B304, der zugleich als neue Zu- und Abfahrt zum geplanten Deponiegelände dienen könnte.

    Wegen Verkehrssicherheit wird der Parkplatz verlegt

    Die Verlegung des Parkplatzes ist vom Staatlichen Bauamt Rosenheim aus Gründen der Verkehrssicherheit genehmigt worden, unabhängig vom laufenden Planfeststellungsverfahren. Die Bürgerinitiative und auch die Grünen Landtagsabgeordnete Claudia Köhler sprechen von Intransparenz, was die jüngsten Genehmigungen in Sachen Zufahrt und Parkplatz angeht und verweisen auf das laufende Planfeststellungsverfahren der Regierung von Oberbayern.

    Empörung bei Landtagsabgeordneten der Grünen

    Die Landtagsabgeordneten Rosi Steinberger und Claudia Köhler (beide Grüne) waren bereits letzte Woche am vorgesehenen Deponiestandort in Babensham. Sie kritisieren, dass dort mit der Rodung Fakten geschaffen würden, obwohl das Planfeststellungsverfahren für die Deponie noch läuft. Sie fordern ein transparentes Genehmigungsverfahren und kritisieren das staatliche Bauamt. Auf ihre Anfrage sei mit der Motorsäge geantwortet worden. Die beiden fordern außerdem, dass eine Kiesgrube unterhalb der Deponie wiederaufgeforstet wird. Das sei schon seit fünf Jahren überfällig und dringend nötig, um den Boden abzusichern, so Steinberger, die Vorsitzende des Umweltausschusses im Landtag ist.

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